Ich hoffe, keiner…
Aber wenn es darum geht, ein Tier zu bestimmen, darf man nicht so schnell aufgeben. Erst heute Abend habe ich wieder gemerkt, dass es manchmal doch lohnt, länger nach dem Tiernamen zu suchen, auch, wenn es bedeutet, ein halbes Jahr nicht zu wissen, was man da für ein schönes Exemplar eingefangen hat. Die Rede ist hier von einer Fliege, die ich lange Zeit fälschlicherweise zunächst als Raub- oder auch als Tanzfliege eingestuft hatte, bis ich ich in einem neuen Naturführer von Georg C. McGavin dieselbe Fliege wie in einem anderen Naturführer wiederfand. Dadurch, dass jedes Buch eigene Fotos präsentiert, erkennt man hin und wieder manche Insekten dann doch genauer. Wer etwas über verschiedene Perspektiven wahrnimmt, kann das Beobachtete auch schneller zuordnen. Die vermeintliche Raub- oder Tanzfliege war also in Wirklichkeit eine weibliche Skorpionsfliege. Das Männchen hat tatsächlich ein skorpionsartiges Abdomen, während das weibliche Abdomen spitz zuläuft, wie auf den Bildern zu sehen ist:

2006_05_25_a_14_weibl_skorpionsfliege_panorpidae_01_.JPG2006_05_25_a_16_weibl_skorpionsfliege_panorpidae_03_.JPG

Fotos: Copyright & Urheber-Rechte: Silvio Ströver

Benutzte Literatur:

Georg C. McGavin: “Insekten & Spinnentiere. 700 Arten aus ganz Europa.â€? (London, New York, Melbourne, München, Delhi:Dorling Kindersley Verlag, 2006)