März 2007
Monthly Archive
Monthly Archive
Posted by s.stroever on 24 Mär 2007 | Tagged as: Abendsonne, Baum, Dortmund, Fauna, Flora, Foto, Frühling, Gruß, Impressionen, Jugendarbeit, Klein anfangen!, Multimedia, Sonne, Tageszeit, Umweltschutz, Vorurteil, Wolken, menschlich
Umweltpädagogik muss nicht langweilig sein. Wer meint, alleine die Wanderung durch Feld und Wald reicht aus, um Jugendliche zu sensibilisieren oder gar zum aktiven Umweltschutz zu motivieren, setzt vielleicht auf`s falsche Pferd.
Früher gab (und gibt?) es noch eine schulische Einrichtung, die nannte sich “Wandertag”.
Ob das allein noch ausreicht, um Freude und Neugier für dieses schöne und wichtige Thema zu wecken? Ich habe inzwischen meine Zweifel. Vielleicht ist unsere Jugend schon zu abgebrüht und stöpselt sich lieber in der freien Natur voller Vogelgezwitscher die Ohren zu? Vielleicht sind das auch nur Klischees, die man als Älterer so vor sich hinpflegt.
Eine gute Chance - in meinen Augen - wäre, mit Technik ausgerüstet, in Wald und Flur zu “marschieren” und so z. B. mit Kameras Fotos oder Videosequenzen von Flora & Fauna aufzunehmen und somit ein Medium zu haben, das es unserer mediengewöhnten Jugend erlaubt, sich auf diese Weise mit Primär- und selbstproduzierten Sekundäreindrücken mit Natur und Umwelt zu beschäftigen.
Für mich ist allein schon meine einfache, kleine Digitalkamera ein doppelter Anreiz, sich ins Grüne zu begeben. Man muss zwar nicht alles und jedes bisschen vor die Linse bekommen, jedoch kann die Naturfotografie ein guter Aufhänger sein, um sich noch intensiver mit der Umwelt auseinanderzusetzen.
Habe ich mein Motiv gefunden?
Wenn nicht, muss ich zu einer anderen Tageszeit oder Jahreszeit nocheinmal auf Foto-Tour gehen?
Habe ich meine digitale “Foto-Schmetterlingssammlung” komplett? (Schmetterlinge zu fotografieren, ist sicher sinnvoller, als diese aufzuspießen.)
Konnte ich den Sonnenaufgang und das beginnende Vogelgezwitscher im Wald mit der Videokamera auffangen?
Wieviele Tierstimmen konnte ich mit meinem Rekorder aufzeichnen?
Erkenne ich die verschiedenen Tierarten auch wieder? Benötige ich Naturführer, um die Arten zu bestimmen?
Welche Tiere beobachte ich mit dem Fernglas am Tag? Und welche Tiere höre ich bei Nacht? Brauche ich einen erfahrenen Begleiter, der mit dabei Tipps und Tricks gibt, Tierspuren oder Pflanzenarten zu erkennen?
Wieso gibt es in der Stadt soviele Vogelarten? Habe ich die vielen Futterquellen und Nistplätze entdeckt?
Konnte ich mit Hilfe des Skizzenblocks die vielen Jahresringe eines umgestürzten Baumes detailgetreu nachzeichnen?
Habe ich es geschafft, Tiere mit aufgenommenen “Rufen” oder Geräuschen ganz nah an eine gut sichtbare Stelle heranzulocken, um sie zu beobachten?
Ist es mir gelungen, die Stimmung künstlerisch - wie auch immer - einzufangen?
Es gibt soviele Möglichkeiten, kleine und große Tiere, Pflanzen und Landschaften gezielt zu beobachten, zu dokumentieren und sich damit vertraut zu machen. Umweltschutz ist dann ein nettes “Nebenprodukt”: Denn, wer die Natur liebgewinnt, wird sie sicher auch wertschätzen. Und wer dabei etwas Hilfe benötigt, kann sich immer noch konkrete Umweltschutz-Tipps holen und sich überlegen, später mal ein freiwilliges, ökologisches Jahr zu absolvieren oder Umweltorganisationen finanziell zu unterstützen und/oder selbst “Hand anzulegen”.
Hier zum Schluss eine Foto-Session, die ich erst gestern Abend schoss. Ein beliebtes, zum Teil schon als “kitischig” bezeichnetes Motiv, das ich aber ohne Bedenken auch immer wieder gerne beobachte und festhalte: Die untergehende (Dortmunder) Abendsonne… viel Spaß damit,
umweltschutz-pädagogisch-kreative Foto-Grüße,
Silvio Ströver
Posted by s.stroever on 17 Mär 2007 | Tagged as: Baum, Blüten, Dortmund, Erderwärmung, Foto, Frühling, Impressionen, Jahreszeiten, Klimawandel, Regnerisch, Schnecke, Schnee, Sonst geht`s noch?, Wetter, Wiese, Winter
Für nächste Woche ist Schnee angekündigt worden!
Nachdem es hier bisher nur zweimal Schnee im ganzen Winter gegeben hatte, einmal morgens etwas, ein anderes Mal an einem Nachmittag, überrascht mich allmählich nichts mehr.
Bevor die ersten Frühlingsboten im angekündigten Schnee erfrieren werden, setze ich einige Bilder schnell ins Weblog.
Viel Spaß dabei,
Gruß,
Silvio Ströver
Posted by s.stroever on 10 Mär 2007 | Tagged as: Dortmund, Foto, Frühling, Impressionen, Jahreszeiten, Licht, Regenbogen, Wolken
Zwar gab es keinen schönen Regenbogen wie in der letzten Woche, dafür aber ein schönes Wolkenspiel, das ich Ihnen und Euch nicht vorenthalten möchte…
Gruß,
Silvio Ströver
Posted by s.stroever on 10 Mär 2007 | Tagged as: Foto, Gift, Klein anfangen!, Konsum, Müll, Naturschutz ohne Chance?, Umweltschutz, Verbraucher, Wir lernen es nie..., menschlich
Kippen wir die Kippen in die Natur, so werden weiterhin Restgifte freigesetzt.
Es ist einfach nur nervig, dass es nicht eingesehen wird.
Hier hat sich jemand die Mühe gemacht, einmal herauszufinden, was Zigaretten-Reste in der Natur noch anrichten können:
http://www.gho-berlin.cidsnet.de/jufrscht/jufrscht.htm
Im Kleinen fängt Naturschutz an, auch, wenn es nicht so dramatisch erscheint.
Und schön sieht so etwas doch auch nicht aus, oder?
Ich wünsche ein Kippenfreies Wochenende,
Gruß,
Silvio Ströver
Posted by s.stroever on 04 Mär 2007 | Tagged as: "Die Wolke", CO²-Ausstoß, DVD, Gudrun Pausewang, Naturschutz ohne Chance?, Radioaktivität, Tipp, Wir lernen es nie..., unheimlich
Um den CO2-Gehalt zu reduzieren, gibt es doch tatsächlich den bequemen, aber aus meiner Sicht doch unverbesserlichen Kommentar eines gewissen Herrn Kühn, der meint, man dürfe nicht nur auf alternative Energie, sondern müsse weiterhin auf Kernenergie setzen. Alexander König (kreetrapper), der diesen Kommentar in seinem Blog aufführt, warnt eindrücklich davor, das allzukleine Zeitfenster von nur noch 13 Jahren zu ignorieren, das uns offenbar noch bleibt, um die allerschlimmsten Auswüchse des Klimawandels zu begrenzen.
Also weiterhin radioaktiven Müll lagern und zig “Störfälle”, wie zuletzt aus Schweden berichtet wurde, im Jahr ertragen? Das Risiko eines erneuten GAUS billig in Kauf nehmen? So tun, als hätte es Tschernobyl nie gegeben?
![]()
Es gibt inzwischen einen schön-traurigen Film auf DVD zu kaufen: “Die Wolke“, von Gudrun Pausewang, die auch “Die letzten Kinder von Schewenborn” schrieb. Einst habe ich das Buch als Junge gelesen, es hat mir schon damals den Schrecken der Kernkraft vor Augen gehalten. Die Verfilmung dazu kommt ohne Ekelszenen aus und wirkt trotzdem beklemmend und bedrückend. Ein gut-gemachter Film!
Ob Herr Kühn seine Meinung noch ändern wird?
Und wen es interessiert, der kann sich mal ausrechnen lassen, wieviel CO2 sein Auto produziert und sich überlegen, wieviele Bäume gepflanzt werden müssten, um den selbst verursachten CO2-Ausstoß zu neutralisieren.
Gruß,
Silvio Ströver
Posted by s.stroever on 03 Mär 2007 | Tagged as: Foto, Frühling, Herbst, Jahreszeiten, Kinderbuch, Klimawandel, Regenbogen, Schnee, Tipp, Verbraucher, Wetter
Empfehlenswert ist “Das Buch (ab zehn J.) der vier Jahreszeiten” von Sally Tagholm, welches in erster Auflage 2003 im Tessloff Verlag erschienen ist.
Das Buch vermittelt auf schöne Weise, dass die vier Jahreszeiten mehr als eine reine Abfolge von Frühling, Sommer, Herbst und Winter sind.
Zur Gestaltung lässt sich sagen, dass die Bilder sehr detailiert und realistisch wie möglich gezeichnet bzw. gemalt worden sind. Daneben gibt es eine kleine Anzahl von Fotos. Starke Linienführungen zeichnen ein klares Bild. Kräftige Farben wurden gewählt, die dem Buch viel Ausdruck verleihen.
Die Stärke des Kinderbuches liegen darin, zu vermitteln, dass es nicht bloß den heimischen Wechsel der vier Jahreszeiten gibt, sondern darüberhinaus dem Kind aufzeigt, was zur selben Zeit auf einem anderen Flecken der Erde geschieht. Dabei geht es nicht bloß darum, die wichtigsten, natürlichen Ereignisse zu schildern, die man betonen könnte, um die Jahreszeiten zu beschreiben, sondern gleichzeitig darum, dass jede Jahreszeit ihre ganz eigenen Rituale, Feste und Bräuche hat. Ergänzt werden solche Schilderungen durch informative Fakten aus dem Zeitgeschehen, wie z. B. der Hinweis, dass die inzwischen vielerorts durchgeführten Schneeskulpturen-Wettbewerbe auf Berichterstattungen aus dem Jahre 1972 zurückzuführen sind, die die elften Olympischen Winterspiele in Sapporo thematisierten und (nebenbei) auch über das dortige Schneefest berichteten. Aufgrunddessen wird seit 1974 ein internationaler Schneeskulpturenwettbewerb veranstaltet.
Im Prinzip gibt es vier jahreszeiten-bedingte Abschnitte (Kapitel), die jeweils mit einem einleitenden Teil beginnen. Anhand eines dreispaltigen “Fensters” wird neugierig auf das bevorstehende “Kapitel” gemacht und der Jahreszeiten-Wechsel anschaulich dargestellt. Neben den rein sachlich aufgebauten Bildern kann das Kind einladende Hintergrundbilder und Figuren entdecken. Dadurch erhält der kindliche Leser die Möglichkeit, sich durch weitere Fakten ein umfassenderes Weltbild aufzubauen. Beispielsweise erfährt der junge Leser auf den Winter-Seiten, dass es nicht überall Winter werden kann, so wie hierzulande. Hawai und Malaysia bauen derzeit fast ganzjährig süße Früchte (Ananas) an. Während in Deutschland Winter herrscht, werden drüben also Ananas-Früchte geerntet. Interessant übrigens, zu erfahren, dass die Ananas zu den nicht-nachreifenden Früchten gehört.
Dann folgen jeweils ein- bis zweisseitige Erzählungen, die auf den Folgeseiten fortgesetzt werden. Schlagworte wie “Winterkälte”,”Winterschlaf” und “Tierwanderungen” bilden die einzelnen Subthemen. Zusätzliche Informationen werden in kleinen Bildchen (z. B. Fotos) und Erklärungen ergänzend hinzugefügt. So wird die Drehung der Erde um ihre eigene Achse viel verständlicher, weil eine Graphik die Rotation veranschaulicht. Auf der Seite “Frühlingsnächte” findet man u. a. ein Foto des “Roten Planeten” (Mars) vor, während ein großes Bild eindrucksvolle Meteorströme abbildet. Tiere, Sportaktivitäten und weitere, jahreszeitbedingte Aktivitäten, Rituale, Ereignisse und sonstige Phänomene werden beschrieben.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass dieses Buch zweierlei bewirken will:
a) Der Aufbau von Faktenwissen soll mitgefördert werden.
b) Durch den Blick über den “Tellerrand” wird ein erweitertes Bewusstsein über globale Zusammenhänge ermöglicht.
(Inzwischen gibt es dieses Buch für 3,99 € z. B. bei Real.)
Viel Spaß beim Vorlesen
Silvio Ströver
Posted by s.stroever on 02 Mär 2007 | Tagged as: Foto, Insekten, Neu!, Strövers Seiten, Technisches, umwelt.paed.net - fotogen
Posted by s.stroever on 01 Mär 2007 | Tagged as: Dortmund, Frühling, Klimawandel, Pech gehabt!, Regenbogen, Wetter
Ausgerechnet heute entschied ich mich, die kleine Digitalkamera liegen zu lassen, als ich den Hund ausführte. War der Himmel noch schön blau, als ich losging, begann es schon bald wieder zu regnen. Es folgte ein bunter Sonnen-Regen-Mix und es kam, wie es kommen musste:
Plötzlich erhob sich ein unglaublich schön leuchtender Regenbogen!
Seine Farben erstrahlten im schönsten Regenbogenlicht und es war richtig schade, dass ich diese Farbintensität nicht mit der Kamera dokumentieren konnte.
Aber immerhin ist der Regenbogen, der zwischendurch einen zweiten Bogen bildete, in meinem Gedächtnis tief eingegraben…
Ist zwar nicht die beste Aufbewahrungsmethode,
aber ich werde diesen schönen Regenbogen sicherlich nicht so schnell wieder vergessen…
Aber angesichts der Wetter-Kapriolen kam mir der Gedanke, ob der Dauerherbst nicht dem vorgezogenen April-Wetter gewichen ist. Verblühte Schneeglöckchen und Narzissen scheinen diese These zu belegen. ![]()
Gruß,
Silvio Ströver