Die Wildpflanze, die ich am 01.08.2007 in Dortmund fotografierte (deswegen wird dieser Blogeintrag vom 11.09.2007 im Blogsystem rückdatiert), scheint offenbar eine Pflanze mit der Bezeichnung “Blut-Weiderich” zu sein. Sie verdankt ihren Namen ihren “weidenähnlichen” Blättern und ihrer roten Färbung. Die griechische Bezeichnung “lythron” meint “Blut”, was also nichts anderes als “blutrot” bedeuten soll (vgl. STICHMANN; STICHMANN-MARNY: 1999, S. 244).

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Seltsamerweise soll diese Wildblume eigentlich nur an - zumindest - zeitweilig nassen und feuchten Standorten vorkommen, doch ein Ufer oder Moor waren hier nicht vorhanden. Vielleicht wuchs der Blut-Weiderich nur deshalb so gut, weil der Sommer 2007 verregnet war.

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Der Informationsdienst Wissenschaft verwies bereits 2001 auf eine Presse-Information der Biologischen Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft, die im “Jahr des Zitronenfalters” (= 2002) u. a. darauf aufmerksam machte, dass sich die Raupen des Schmetterlings, die violettfarbene Blüten zur Ernährung benötigen, Ende Juni auch auf den Blüten des Blut-Weiderichs zu finden sind.

Wer also nur ein bis zweimal im Jahr mäht, kann nicht nur schöne Blüten finden, sondern tut aktiv etwas für bestimmte Tierarten. Wo wird (süßes) Nichtstun so belohnt?

In diesem Sinne,

Silvio Ströver

Benutzte Literatur:

BIOLOGISCHE Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft: Insekt des Jahres 2002. Der Zitronenfalter. 2007: http://www.bba.de/mitteil/presse/01112301.htm

INFORMATIONSDIENST Wissenschaft: Insekt des Jahres 2002. Der Zitronenfalter. 2007: http://www.idw-online.de/pages/de/news41866

STICHMANN, Wilfried; STICHMANN-MARNY, Ursula: Der neue Kosmos Pflanzenführer. (Kosmos-Naturführer) Stuttgart: Kosmos Verlag, 1999, S. 244-245.