Schöne Impressionen* sollten es werden, die den nahenden Herbst 2007 ankündigen. Das Bild der roten Beeren der im Fotogenen Umweltpädnet-Blog beschriebenen Zwergmispel und die im selben Blog angebildeten schwarzen Beeren der Kirschlorbeer sind Boten der kalten Jahreszeit.

Doch, nachdem ich in der Fachliteratur nachgeschaut hatte, welche Eigenarten und Merkmale die von mir fotografierten Sträucher haben, musste ich feststellen, dass ich es mit (für Menschen) giftigen Pflanzen zu tun hatte und dass die Kirschlorbeer sogar ein Neophyt ist, also eine in unser Ökosystem “eingewanderte” Pflanze, die aufgrund ihres starken Wuches eine Gefahr für heimische Sträucher darstellt.

Umweltschutz bedeutet also auch, sich vor dem Kauf einer Pflanze darüber zu informieren, woher sie stammt und wie gefährlich sie für die lokale Umwelt sein kann. Was Käufer/-innen oft auch nicht ahnen, dass Neophyten keine bis nur sehr wenige Vögel oder andere Tiere hierzulande versorgen können. Wer heimisches Gehölze oder Blumen anpflanzt, stärkt also auch die Tierwelt, die sich von den verschiedenen Pflanzenbestandteilen ernähren können.

Eine interessante Webseite der Universität Konstanz bietet eine 36-seitige Pdf-Datei zum Herunterladen an, die die Mechanismen und Folgen pflanzlicher Invasoren beschreibt. U. a. können Sie auch etwas über die negativen Folgen von unseren beliebten Apfelbäumen und Birnbäumen erfahren:
http://www.uni-konstanz.de/botanischergarten/Fuehrer_Invasionsbiologie_2007.pdf

Lesenswert, sehr verständlich und mit Schwarz-Weiß-Zeichnungen schön bebildert!

Also Augen auf beim Sträucher, Baum- und Blumenkauf, :-)
Gruß,
Silvio Sröver, Dipl.-Pädagoge

*Aufgrund der Fotodaten sind die Beiträge jeweils auf den 15.09. rückdatiert worden.