November 2007
Monthly Archive
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Posted by s.stroever on 18 Nov 2007 | Tagged as: Benutzte Literatur, Deutschland, Erschreckendes, Klein anfangen!, Naturschutz ohne Chance?, Pdf-Download, Sonst geht`s noch?, Tierschutz ohne Chance?, Umweltschutz, Versiegelung, Westfälische Rundschau, Wir lernen es nie..., menschlich, unheimlich
Unglaublich, aber wahr: In Deutschland werden zur Zeit täglich 115 Hektar Freifläche versiegelt, so berichtete die Westfälische Rundschau am 17.11.2007. Laut Zeitungsmeldung haben die Umweltminister von Bund und Ländern am letzten Freitag beschlossen, den drastischen Flächenfraß durch Beton und Asphalt bis 2020 auf täglich 30 ha zu reduzieren. Mag in manchen Ohren wenig klingen. Wenn man sich allerdings vorstellt, dass ein Hektar exakt 10.000m² sind, also 100 x 100 m, so wird deutlich, dass selbst die angepeilten 30 ha bei einer endlichen Fläche immer noch zu viel sind.
Deutschland hat eine Fläche von ca. 356 972 km² (vgl. BROCKHAUS: 2001, Bd. 5, S. 415), davon war 1993 bereits 11,3 % für Straßenbau und Wohnfläche etc. versiegelt (vgl. BROCKHAUS: 2001, Bd. 23, S. 231). Inzwischen ist der Anteil der versiegelten Fläche - und folglich sind auch die damit verbundenen Umweltschäden - sicherlich weiter stark angestiegen.
Eine Flächenversiegelung kann starke Überschwemmungen mit sich bringen, da aufgrund der geschlossenen Bodenflächen weniger Regen aufgenommen wird.
Die Wassermassen können also nicht vom Boden aufgesogen werden, sodass kleine Bäche und Flüsse stark anschwellen und Schaden verursachen und der Grundwasserspiegel sinkt. Je mehr Fläche versiegelt wird, desto zerschnittener sind Landschaften und damit Lebensräume. Pflanzen und Tiere werden somit an ihrer Ausbreitung gehindert, eine echte Artenvielfalt hat immer weniger Chancen.
NABU hat auf seiner Webseite bereits 2002 ein Programm zur nachhaltigen Siedlungspolitik entworfen. Dieses Programm kann man sich auf dem folgenden Link herunterladen:
http://www.nabu.de/downloads/studien/bauen.pdf
Ich denke, es hat nichts von seiner Aktualität verloren. Das, was auf der Seite zehn (im Pdf-Dokument auch Seite acht) beschrieben wird, stellt unser Vorstellungsvermögen auf den Kopf:
Obwohl die demographische Kurve, im Verhältnis gesehen, nur minimal ansteigt, scheint die Siedlungsfläche förmlich zu explodieren. Eigentlich müsste man doch annehmen dürfen, dass sich die Siedlungspolitik und die Demographie gleichermaßen zueinander verhalten. Eindringlich fordert NABU zu einem ressourcensparenden Bauen auf, was ich hiermit unterstützen möchte.
Wir müssen lernen, dass Umweltschutz im eigenen Land anfängt und bereit sein, zu akzeptieren, dass wir nicht immer nur neue Flächen zubauen dürfen. Statt beispielsweise ein neues Haus auf die grüne Wiese zu setzen, wäre es vielleicht angebracht, anzubauen oder alte Häuser gleich zu erneuern. Auch kann überlegt werden, ob die heimische Terrasse etwas kleinflächiger ausfällt. Vielleicht erlaubt es die Haushaltskasse, die asphaltierte Einfahrt bei einer Erneuerung durch Rasenkantensteine oder ähnliche wasserdurchlässige Flächen zu ersetzen. Es gibt viele weitere Möglichkeiten, dem Boden das zu geben, was er natürlicherweise aufnehmen soll.
Silvio Ströver
Benutzte Literatur:
BROCKHAUS: Brockhaus. Die Enzyklopädie in 24 Bänden. Band 5: CRO-DUC. Leipzig: F. A: Brockhaus GmbH , 2001. S. 415.
BROCKHAUS: Brockhaus. Die Enzyklopädie in 24 Bänden. Band 23: VALL-WELH. Leipzig: F. A: Brockhaus GmbH , 2001. S. 231.
NABU - Naturschutzbund Deutschland e. V.: Bauen in Deutschland. Das NABU-Programm für eine nachhaltige Siedlungspolitik. Bonn: 2002: http://www.nabu.de/downloads/studien/bauen.pdf
Westfälische Rundschau: Weniger Flächen versiegeln. WR Nr. 268 RPL 6_ vom Samstag, 17.11.2007, S. 22.
Posted by s.stroever on 16 Nov 2007 | Tagged as: 2007, Fotografie, Hannover, Herbst, Impressionen, Landschaften, Landschaftsaufnahmen, Natur, Naturfotografie, Wald
Anfang November erst war ich in Hannover auf einer Tagung für (160!) Gemeinde-Kassierer. Dort gab es über das Wochenende nicht nur viel zu lernen und auszutauschen, sondern auch viel Wald zu sehen.
Und bevor der Winter, der sich schon mit einer schönen Kälte auch im hiesigen Dortmund anzukündigen scheint, hierzulande die herbstlichen Motive unter Schnee und Eis bedecken wird, reiche ich noch flugs einige Herbst-Impressionen nach.
Mit diesen Bildern wünsche ich Ihnen einen schönen Wochenausklang…
Gruß,
Silvio Ströver