Atmosphäre
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Posted by s.stroever on 27 Apr 2008 | Tagged as: 2008, Atmosphäre, Berichte & Meldungen, Energie, Erschreckendes, Europa, Jugendarbeit, Kinderarbeit, Kindgerechtes, Links, Naturschutz ohne Chance?, Radioaktivität, Sonst geht`s noch?, Tierschutz ohne Chance?, Tschernobyl, Ukraine, Umweltpädagogik, Umweltschutz, Wir lernen es nie..., menschlich, unheimlich
Tschernobyl ist lange her. Und manchmal habe ich den Eindruck, dass trotz der vielen humanitären Hilfen die radioaktiven Folgen der Reaktorkatastrophe vernachlässigt werden. Und vieles wird in Sachen Umweltschutz in Good Old Germany auch nur halbherzig angegangen, denn hierzulande setzt man wohl auch nicht wirklich auf den Ausbau der regenerativen Energie:
Kritischer sieht Rüdiger Rosenthal vom Umweltverband BUND das Vorgehen der Industrie. “Es ist natürlich gut, dass neue Kraftwerke gebaut werden, da sie wesentlich effizienter arbeiten”, sagte er. Doch vermisst er Investitionen in regenerative Energien. “Da sollte man noch einmal genauer hinschauen.”
Quelle:
http://www.wdr.de/themen/wirtschaft/
wirtschaftsbranche/energie/neuekraftwerke/index.jhtml
Ob es in Deutschland beim vereinbarten Atomausstieg bleiben wird, muss ebenfalls abgewartet werden. Immerhin gibt die Wirtschaft nicht nach, sodass zu befürchten ist, dass schwache Politiker wie z. B. Michael Glos (CSU) nachgeben werden. Natürlich muss es nicht so weit kommen, hoffen wir das Beste!
Für Kinder ist der Atom-GAU auf der folgenden Webseite gut erklärt worden, weshalb ich den folgenden Link empfehlen möchte:
http://www.wasistwas.de/wissenschaft/
alle-artikel/artikel.html?tx_ttnews%5Btt_news%5D=1731&cHash=b68b37dee0
Oder aber auch:
http://www.hanisauland.de/tschernobyl
Das war’s für heute,
Gruß,
Silvio Ströver, Dipl.-Pädagoge
Posted by s.stroever on 19 Jul 2007 | Tagged as: Alfred-Wegener-Institut, Atmosphäre, CO²-Ausstoß, Erderwärmung, Klimawandel, Links, Naturschutz ohne Chance?, Was sagt die Wissenschaft?, Wissen, unheimlich
Der Klimawandel lässt uns nicht in Ruhe. Bisherige, eher sarkastisch anmutende Beiträge sollen nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Sache sehr ernst ist und auch bleiben wird, egal, ob man diesem Thema etwas abgewinnen mag oder nicht. Es ist sogar schon soweit, dass für viele Forscher feststeht, dass eine globale Erderwärmung schon heute zu verzeichnen ist und dass dieser Prozess trotz aller Gegenmaßnahmen, die in Zukünft eventuell umgesetzt werden könn-ten (!), nur noch verlangsamt und etwas abgemildert, aber auf keinen Fall aufgehalten oder gar rückgängig gemacht werden könnte.
Um ein wenig nachvollziehen zu können, was derzeit als Faktum angenommen wird, stelle ich Ihnen den folgenden Link zur Verfügung, der den Klimareport - Teil 1 für 2007 enthält:
http://www.awi.de/de/aktuelles_und_presse/
ausgewaehlte_themen/klimawandel/ipcc_bericht_2007
Das Alfred-Wegener-Institut arbeitet an der Erstellung des Reports mit und hat bereits im Februar dieses Jahres eine deutsche Übersetzung auf seiner Webseite bereitgestellt. Daneben können Sie sich ein Interview anhören, in dem Prof. Dr. Heinrich Miller, der Vizedirektor des Alfred-Wegener-Instituts, zum IPCC-Bericht Stellung nimmt.
Wenn Sie wissen möchte, welche Forschungsarbeit das Alfred-Wegener-Institut verfolgt, können Sie auf der Startseite vorab eine kurze Beschreibung vorfinden:
“Das Alfred-Wegener-Institut forscht in der Arktis, Antarktis und den Ozeanen der mittleren und hohen Breiten. Es koordiniert die Polarforschung in Deutschland und stellt wichtige Infrastruktur wie den Forschungseisbrecher Polarstern und Stationen in der Arktis und Antarktis für die nationale und internationale Wissenschaft zur Verfügung.”
Wenn man bedenkt, dass der Meeresspiegel schon in einigen Jahrzehnten vermutlich 18–59 cm angestiegen sein werden, ist es erforderlich, trotz dieser Schreckensaussicht “kühlen Kopf” zu bewahren und auch zu versuchen, frühzeitig pädagogisch Kinder und Jugendliche, wie auch immer, auf drohende Klimaänderungen vorzubereiten.
Silvio Ströver
Posted by s.stroever on 12 Jul 2007 | Tagged as: Atmosfair, Atmosphäre, Benutzte Literatur, CO2, Erderwärmung, Flugverkehr, Foto, GermanWatch, Günter D. Roth, Klimawandel, Links, Naturschutz ohne Chance?, Sonst geht`s noch?, Strövers Skizzen, Umweltschutz, Verbraucher, Wir lernen es nie..., Wolken, menschlich
“Über den Wolken muss die Freiheit unendlich sein…”
Aber die Freiheit, über die Reinhard Mey einst sang, hört über den Wolken leider beim Umweltschutz empfindlich schnell auf. Fliegen zerstört unser Klima mehr, als uns allen Recht sein kann. Bloß, wieso eigentlich? Antropogene Einflüsse wie das Fliegen lassen den natürlichen Treibhauseffekt zum gefährlichen Treibhauseffekt mutieren, sodass sich die Welt ganz allmählich aufheizt.
Obwohl es schwierig ist, sichere und eindeutige Mittelwerte für die Klimadaten dieser Welt zu gewinnen, ist ein globaler Anstieg der Temperatur festzustellen, so Günter D. Roth in seinem Werk “Wetterkunde für alle” (vgl. ROTH: 2004, S. 222).
Es wird inzwischen ein erheblicher Temperaturanstieg um mehrere Grad bis zum Ende unseres Jahrhunderts vorausgesagt, was hauptsächlich durch sogenannte “strahlungsaktive Gase” (ROTH: 2004, S. 222) verursacht wird, wobei Staubpartikel und die Eigenschaft der Weltmeere, nur langsam auf Temperaturunterschiede zu reagieren, mit dazu beitragen, dass dieser Prozess der Erderwärmung etwas verlangsamt wird.
Somit dürfte die durch den natürlichen Treibhauseffekt zustandekommende Welt-Durschnittstemperatur, die derzeit 15 Grad Celsius beträgt, derart steigen, dass das (Über-) Leben vieler Lebewesen bedroht oder gar unmöglich sein wird.
Gefährlicherweise bewirkt das Verbrennen von Kohle, Erdgas und Öl eine Intensivierung der Wasserverdunstung, die wiederum verantwortlich für die steigende Temperatur ist. In der Stratosphäre (siehe Skizze oben), also in einer Höhe von ca. 50 km, stieg der Wasserdampf-Anteil in den letzten 50 Jahren durch menschliche Einflüsse stark an. Als Beispiel führt der Autor den starkgewordenen Flugverkehr an, der sich allein in Deutschland von 1980 bis 1993 verdreifacht haben soll (vgl. ROTH: 2004, S. 222).
Germanwatch schreibt auf der folgenden Webseite http://www.germanwatch.org/rio/bpfl03-2.htm:
“Zusammenfassend kann man also sagen, dass, sofern keine langanhaltenden internationalen Konflikte eintreten, ein Wachstum des Luftverkehrs und damit auch ein Anwachsen des Ausstoßes an Treibhausgasen bevorsteht.
Zu berücksichtigen ist, dass technische Verbesserungen bzgl. einer Reduzierung des Energieverbrauchs oder durch die Umstellung auf andere Treibstoffe wie Wasserstoff den Anstieg der Treibhausgasemissionen des Flugverkehrs nicht werden aufhalten können. Dies hängt einerseits mit dem starken Wachstum dieser Branche zusammen und andererseits damit, dass ein Großteil der Emissionen in großer Höhe stattfinden (d.h. in der oberen Troposphäre und der unteren Stratosphäre). Das Verbrennen des Flugtreibstoffs führt wie erwähnt nicht nur zu CO2-Emissionen, sondern dabei entstehen außerdem Wasserdampf (der häufig in Kondensstreifen kondensiert und auch zur Bildung von Cirruswolken beiträgt), Stickoxide und Aerosole. Diese wirken sich in dieser Höhe zudem anders aus als direkt über der Erdoberfläche, indem sie das regionale Klima beeinflussen, und können dort folglich kaum durch Emissionsminderungen bei global wirkenden Treibhausgasen ausgeglichen werden. “
Was heißt das für den Umweltschutz?
Wir als Verbraucher können natürlich unseren ganz persönlichen Beitrag dazu leisten, indem wir so wenig wie möglich mit dem Flugzeug unterwegs sind. Gleichzeitig müsste natürlich noch viel mehr geschehen, indem man den Luftverkehr stark reduziert, wie auch immer.
Um mal ein Gefühl dafür zu bekommen, wieviel CO2 ein Flugreisender produziert, kann man sich auf der Webseite von Atmosfair den Betrag ausrechnen lassen, indem man einfach den Start- und den Zielflughafen eingibt. Eine Flugreise nach z. B. Istanbul - vom Düsseldorfer Flughafen aus - würde bei Hin- und Rückflug 1060 kg CO2 ergeben. Und wenn man das mit anderen Emissionen vergleicht, ist das schon sehr viel:
Emissionen pro Passagier auf einem Hin- und Rückflug* - 1060 kg CO2
Betrieb eines Kühlschranks für ein Jahr, durchschnittlicher Strommix - 100 kg CO2
Jahresemissionen eines indischen Menschen - 900 kg CO2
Ein Jahr Autofahren (Mittelklassewagen, 12.000 km) - 2.000 kg CO2
Klimaverträgliches Jahresbudget eines Menschen - 3.000 kg CO2
*Emissionen des ganzen Flugzeugs geteilt durch die Anzahl der Passagiere an Bord. Flugzeugabgase bestehen nicht nur aus CO2. Die verschiedenen Emissionen sind hier umgerechnet auf die derzeitige Erwärmungswirkung der entsprechenden Menge an CO2-Emissionen.
Zumindest bietet Transfair an, die vom Flugwilligen an sie bezahlte freiwillige Gebühr so einzusetzen, dass Klimaschutzprojekte unterstützt werden. Schalten Sie dazu heute Abend Nano ein (18:30 Uhr in 3SAT*), um sich tiefergehend zu informieren und besuchen Sie die Webseite von Transfair!
Für meinen Teil habe ich mir überlegt, zukünftig billige Flugreisen möglichst zu meiden und eher nach alternativen Reiserouten Ausschau zu halten.
Vielleicht ist Ihnen das Klima auch etwas mehr wert, als eine billige Flugreise?
Es wäre schön, den nachfolgenden Generationen auch eine lebenswerte Welt zu hinterlassen,
Gruß,
Silvio Ströver
Benutzte Literatur:
German Watch: 2 Entwicklung der Luftfahrt und Konsequenzen für das Klima, http://www.germanwatch.org/rio/bpfl03-2.htm, gelesen 2007.
Günter D. Roth: Wetterkunde für alle. Wolkenbilder und andere Wetterphänomene, Wettervorhersage, Großwetterlagen. (Der Wetter-Klassiker) München, Wien, Zürich: BLV Verlagsgesellschaft mbH, 11. durchgesehene Auflage, 2004.
Fernseh-Tipp:
Heute Abend um 18:30 auf 3SAT
nano
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