Umweltschutz kann kein nationaler Alleingang sein. Daher ist es notwendig, im internationalen Austausch gemeinsam über Möglichkeiten und Perspektiven nachzudenken, miteinander (gerne kontrovers) zu diskutieren und bei aller Unterschiedlichkeit nicht das Ziel aus den Augen zu verlieren, Umweltschutz effektiv mitzugestalten und daran zu arbeiten, dass das gemeinsame Vorhaben (auch lokal) umgesetzt wird.

“Herr Ströver, Herr Ströver, das sind ja Sie auf dem Bild!”
Fast wörtlich wiedergegebener Ausruf einer erstaunten Schülerin meiner Schule, die ihr Praktikum in der Dortmunder IBB absolvierte.
;-)

Das abgebildete Foto befindet sich auf dem Umschlag der IBB-Broschüre: “Das europäische Haus gemeinsam gestalten. Dokumentation der deutschen, belarussischen und ukrainischen Partnerschaftskonferenz in Kiew 2007. Copyright: © IBB Dortmund, hier veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung! :-)

Als ich vom 28. - 02.10.2007 in Kiew an einer IBB-Partnerschaftskonferenz teilnahm, hatte ich die Gelegenheit, zu erleben, was es heißt, wenn über 350 Teilnehmer aus Belarus, der Ukraine und aus Deutschland zusammenkommen, um gemeinsam mit politisch Verantwortlichen über Chancen und Möglichkeiten zivilgesellschaftlicher Arbeit zu diskutieren.

Diese Partnerschaftskonferenz hatte u. a. das Ziel, neue Impulse für eine Stärkung der ukrainischen Zivilgesellschaft zu geben. Ich bin überzeugt davon, dass dies gelungen ist! Auf der IBB-Website wird das Konzept einer solchen Partnerschaftskonferenz wie folgt umrissen, um zu verdeutlichen, wie man den Aufbau einer ukrainischen Zivilgesellschaft fördern kann:

* Bildung
* Soziales
* Ökologische Erneuerung und Energieeffizienz
* Förderung von klein- und mittelständischen Unternehmen

Quelle:
Internationales Bildungs- und Begegnungswerk IBB e.V.: http://www.ibb-d.de/partnerschaftsprogramm_ukraine.html

Diese Konferenz ist vor dem Hintergrund zu bewerten, dass natürlich durch eine Stärkung der ukrainischen Zivilgesellschaft dahingehend beabsichtigt ist, um die dortige Demokratisierung im Land zu fördern und die Perspektive zu schaffen, dass die Ukraine eines Tages Mitglied der EU sein könnte. Der aus meiner Sicht entscheidende Vorteil dieser Partnerschaftskonferenz besteht darin, dass tatsächlich eine Demokratisierung von unten nach oben angestrebt und gefördert wird.
Die folgenden Stichpunkte verdeutlichen, welch wichtige Bedeutung dieses internationale Treffen besaß:

“1.
Das basisdemokratische Prinzip: “von unten nach oben”,
2.
Gemeinsame Projektentwicklung und -beantragung. Voneinander lernen: Deutsche Teilnehmer helfen bei der Professionalisierung der ukrainischen NGOs

3.
Vernetzung, inhaltlich-fachlicher Austausch und Dialog mit Politikern

4.
Zivilgesellschaftliches Engagement ist prinzipiell unabhängig von politischer Einflussnahme, Einladung an alle interessierten Politiker, sich auf einen gemeinsamen Dialog einzulassen.

5.
Professionelle Förderung der Zivilgesellschaft durch - im Vergleich zu komplex strukturierten EU-Programmen - einfach durchführbare Austauschmöglichkeiten der NGOs

Inhaltlich standen verschiedene Themen zur Auswahl, die dann in Arbeitskreisen diskutiert und erarbeitet wurden.”

Vergleiche
Internationales Bildungs- und Begegnungswerk IBB e.V.: http://www.ibb-d.de/ppu_hintergrund_u_ziele.html

Um zu verdeutlichen, welchen Stellenwert der Bereich Umweltschutz/Umweltpolitik/Umweltpädagogik hier einnimmt, empfehle ich, sich die folgende Website der IBB anzusehen. Dort gibt es einen ausführlichen Bericht über diese Partnerschaftskonferenz und Links zu den verschiedenen Projektgruppen.
Wer diese Website überspringen möchte, kann natürlich auch direkt auf den folgenden Link klicken, um sich das Fazit der Gruppe “Ökologische Modernisierung, Energieeinsparung und erneuerbare Energien”, der ich mich angeschlossen hatte, durchzulesen.

Wichtig ist hier der Hinweis, dass es nicht lediglich bei einzelnen “Gruppenpapieren” blieb, sondern alle Gruppen bzw. alle Teilnehmer gemeinsam ihren politischen Appell in der “Kiewer Erklärung” zum Ausdruck brachten. Lesen Sie selbst:
http://www.ibb-d.de/fileadmin/user_upload/pdf/Kiewer_Erklaerung.pdf

Gruß,
Silvio Ströver, Dipl. Pädagoge