Naturschutz ohne Chance?
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Posted by s.stroever on 18 Jun 2008 | Tagged as: 2008, Allgemein, Ausbreitung, Benutzte Literatur, Beobachtung & Zählung, Fauna, Foto, Fotografie, Krebse, Kurios, Küste - Watt & Meer, Lebensraum, Literatur, Natur, Naturfotografie, Naturführer, Naturschutz ohne Chance?, Neozoon, Nordfriesland, Schleswig-Holstein, Schwimmkrabbe, Strandkrabbe, Taschenkrebs, Tierschutz ohne Chance?, Umweltschutz, Verbreitung von Pflanzen, Wir lernen es nie..., Wissen, Wissenstipps
Erst kürzlich war ich in Dagebüll

und beobachtete u. a. Krebse, die sich an Betonwänden festhielten:


Laut Georg Quedens (vgl. QUEDENS: 2005, S. 82) gibt es eine Vielzahl an Krebsen. An der Nord- und Ostsee ist allerdings besonders die Strandkrabbe anzutreffen. Aufgrunddessen, dass ich die Fotos aus einiger Entfernung geknipst habe, sind Details nur schwer erkennbar.
An norddeutschen Küsten kommen besonders häufig die folgenden, drei Krebsarten vor: Strandkrabbe (Carcinus maens), Taschenkrebs (Cancer pagurus) und die Schwimmkrabbe (Portunus holsatus). Während der Taschenkrebs jedoch eher bei Helgoland zu sehen ist und (im Gegensatz zu manch anderen Krebsen) eine Wassertiefe von 20 m bevorzugt, die Schwimmkrabbe aber auch nur selten an der Nordsee zu finden ist, wird es sich bei den zwei fotografierten Krebsen wahrscheinlich um die Strandkrabbe handeln, die ganz leicht bei Flut am Strand zu entdecken sind. Strandkrabben häuten sich jährlich, Weibchen legen bis zu 200.000 Eier ab und fressen eigentlich all das, was sie lebendig oder tot mit ihren Zangen fassen können. Möwen, Austernfischer, Robben und Eiderenten sind ihre Fressfeinde (vgl. QUEDENS: 2005, S. 83).
Auf dem letzten Foto erkennt man, wie sich rechts ein zweiter Krebs festklammert. Es waren noch weitere Krebse dabei, sich dicht unter der Wasseroberfläche festzuhalten. - Diese Krebsart ist offenbar ein erfolgreicher Neozoon, also eine Art, die sich weltweit ausbreitet. Im Wikipediaartikel heißt es u. a.:
Drei Kriterien müssen erfüllt sein, um von einem Neozoon zu sprechen:
* direkte oder indirekte Einführung durch menschliche Aktivitäten
* nach 1492 (bzw. gerundet: nach 1500) eingeführt
* sich selbst reproduzierende Populationen über mindestens drei Generationen, die ohne menschliche Hilfe auskommen.”
Quelle: Wikipedia: 18.06.2008, http://de.wikipedia.org/wiki/Neozoon
Es kommt leider häufig vor, dass z. B. über den Warentransport Tier- und Pflanzenarten vermehrt eingeschleppt werden und lokale Populationen durcheinanderwirbeln bzw. akut bedrohen.
Globalisierung ist also auch unter dem Gesichtspunkt des Umweltschutzes zu sehen: Doch kann ich mir nicht vorstellen, dass solche Entwicklungen jetzt noch erfolgreich rückgängig gemacht werden können.
Silvio Ströver, Dipl. Pädagoge
Benutze Literatur:
QUEDENS, Georg: Krebse. In: Natur erleben an Nordsee und Ostsee. Was man alles am Strand finden und beobachten kann. München: BLV Buchverlag, 2005, S. 82 - 83
WIKIPEDIA: Gemeine Strandkrabbe. Gelesen am 18.06.2008, http://de.wikipedia.org/wiki/Gemeine_Strandkrabbe
WIKIPEDIA: Neozoon. Gelesen am 18.06.2008, http://de.wikipedia.org/wiki/Neozoon
Posted by s.stroever on 24 Mai 2008 | Tagged as: 2007, 2008, Basisdemokratie, Belarus, Deutschland, Dortmund, Europa, Für einen guten Zweck, IBB, Jetzt handeln!, Kiew, Klein anfangen!, Konferenz, Land in Sicht!, Links, Naturschutz ohne Chance?, Pdf-Download, Radioaktivität, Siehe vorherigen Blogeintrag!, Ströver, Tierschutz ohne Chance?, Tschernobyl, Ukraine, Umweltpädagogik, Umweltschutz, Vorbild, Zivilgesellschaft stärken!, menschlich
Umweltschutz kann kein nationaler Alleingang sein. Daher ist es notwendig, im internationalen Austausch gemeinsam über Möglichkeiten und Perspektiven nachzudenken, miteinander (gerne kontrovers) zu diskutieren und bei aller Unterschiedlichkeit nicht das Ziel aus den Augen zu verlieren, Umweltschutz effektiv mitzugestalten und daran zu arbeiten, dass das gemeinsame Vorhaben (auch lokal) umgesetzt wird.
“Herr Ströver, Herr Ströver, das sind ja Sie auf dem Bild!”
Fast wörtlich wiedergegebener Ausruf einer erstaunten Schülerin meiner Schule, die ihr Praktikum in der Dortmunder IBB absolvierte.
Das abgebildete Foto befindet sich auf dem Umschlag der IBB-Broschüre: “Das europäische Haus gemeinsam gestalten. Dokumentation der deutschen, belarussischen und ukrainischen Partnerschaftskonferenz in Kiew 2007. Copyright: © IBB Dortmund, hier veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung!
Als ich vom 28. - 02.10.2007 in Kiew an einer IBB-Partnerschaftskonferenz teilnahm, hatte ich die Gelegenheit, zu erleben, was es heißt, wenn über 350 Teilnehmer aus Belarus, der Ukraine und aus Deutschland zusammenkommen, um gemeinsam mit politisch Verantwortlichen über Chancen und Möglichkeiten zivilgesellschaftlicher Arbeit zu diskutieren.
Diese Partnerschaftskonferenz hatte u. a. das Ziel, neue Impulse für eine Stärkung der ukrainischen Zivilgesellschaft zu geben. Ich bin überzeugt davon, dass dies gelungen ist! Auf der IBB-Website wird das Konzept einer solchen Partnerschaftskonferenz wie folgt umrissen, um zu verdeutlichen, wie man den Aufbau einer ukrainischen Zivilgesellschaft fördern kann:
* Bildung
* Soziales
* Ökologische Erneuerung und Energieeffizienz
* Förderung von klein- und mittelständischen Unternehmen
Quelle:
Internationales Bildungs- und Begegnungswerk IBB e.V.: http://www.ibb-d.de/partnerschaftsprogramm_ukraine.html
Diese Konferenz ist vor dem Hintergrund zu bewerten, dass natürlich durch eine Stärkung der ukrainischen Zivilgesellschaft dahingehend beabsichtigt ist, um die dortige Demokratisierung im Land zu fördern und die Perspektive zu schaffen, dass die Ukraine eines Tages Mitglied der EU sein könnte. Der aus meiner Sicht entscheidende Vorteil dieser Partnerschaftskonferenz besteht darin, dass tatsächlich eine Demokratisierung von unten nach oben angestrebt und gefördert wird.
Die folgenden Stichpunkte verdeutlichen, welch wichtige Bedeutung dieses internationale Treffen besaß:
“1.
Das basisdemokratische Prinzip: “von unten nach oben”,
2.
Gemeinsame Projektentwicklung und -beantragung. Voneinander lernen: Deutsche Teilnehmer helfen bei der Professionalisierung der ukrainischen NGOs
3.
Vernetzung, inhaltlich-fachlicher Austausch und Dialog mit Politikern
4.
Zivilgesellschaftliches Engagement ist prinzipiell unabhängig von politischer Einflussnahme, Einladung an alle interessierten Politiker, sich auf einen gemeinsamen Dialog einzulassen.
5.
Professionelle Förderung der Zivilgesellschaft durch - im Vergleich zu komplex strukturierten EU-Programmen - einfach durchführbare Austauschmöglichkeiten der NGOs
Inhaltlich standen verschiedene Themen zur Auswahl, die dann in Arbeitskreisen diskutiert und erarbeitet wurden.”
Vergleiche
Internationales Bildungs- und Begegnungswerk IBB e.V.: http://www.ibb-d.de/ppu_hintergrund_u_ziele.html
Um zu verdeutlichen, welchen Stellenwert der Bereich Umweltschutz/Umweltpolitik/Umweltpädagogik hier einnimmt, empfehle ich, sich die folgende Website der IBB anzusehen. Dort gibt es einen ausführlichen Bericht über diese Partnerschaftskonferenz und Links zu den verschiedenen Projektgruppen.
Wer diese Website überspringen möchte, kann natürlich auch direkt auf den folgenden Link klicken, um sich das Fazit der Gruppe “Ökologische Modernisierung, Energieeinsparung und erneuerbare Energien”, der ich mich angeschlossen hatte, durchzulesen.
Wichtig ist hier der Hinweis, dass es nicht lediglich bei einzelnen “Gruppenpapieren” blieb, sondern alle Gruppen bzw. alle Teilnehmer gemeinsam ihren politischen Appell in der “Kiewer Erklärung” zum Ausdruck brachten. Lesen Sie selbst:
http://www.ibb-d.de/fileadmin/user_upload/pdf/Kiewer_Erklaerung.pdf
Gruß,
Silvio Ströver, Dipl. Pädagoge
Posted by s.stroever on 23 Mai 2008 | Tagged as: 2007, 2008, Berichte & Meldungen, Deutschland, Dortmund, Europa, Für einen guten Zweck, Hamburg, IBB, Jetzt handeln!, Kammer, Kiew, Klein anfangen!, Konferenz, Land in Sicht!, Links, Naturschutz ohne Chance?, Strövers Ankündigung, Tierschutz ohne Chance?, Ukraine, Umweltgesetzbuch (UGB), Umweltschutz, WICHTIG!, Wirtschaft
Die Handelskammer Hamburg lädt zu einer wichtigen Veranstaltung ein, in der es darum geht, die ersten Entwürfe für ein einheitliches und offenbar auch besser handhabbares Umweltgesetzbuch zu diskutieren (dieses Gesetz verspricht weniger Bürokratie, weniger Sonderregelungen, “gleiches Recht für alle”). Die Forderungen nach einem einheitlichen Gesetz ist wenig überraschend. Es bleibt nur zu hoffen, dass eine sachliche Auseinandersetzung stattfinden wird, in der es nicht darauf ankommt, nur seine eigenen Interessen durchzuboxen, sondern eher darum geht, ein vernünftiges und gutes Gesetz mit auf den Weg zu bringen. Dass ein gutes Gesetz natürlich noch umgesetzt werden muss und die Einhaltung - wie auch immer - ggf. überprüft werden muss, steht noch auf einem anderen Blatt…
Das Umweltgesetzbuch - Chancen und Risiken für die Wirtschaft
am Mittwoch, 25. Juni 2008, 10.00 bis 16.00 Uhr,
im Albert-Schäfer-Saal
der Handelskammer Hamburg, Adolphsplatz 1,
20457 Hamburg
Quelle:
Handelskammer Hamburg:
http://www.hk24.de/produktmarken/innovation/umweltberatung/ informationsveranstaltungen_und_seminare/veranstaltung_ugb.jsp?oid=47018
(23.05.2008)
Aber nutzen Sie die Chance, die Einladung der Handelskammer Hamburg anzunehmen. Jetzt mitdenken, mitdiskutieren und die Politik mitgestalten!
Gruß,
Silvio Ströver, Dipl. Pädagoge
Nachtrag:
Einen ersten Bericht über die Partnerschaftskonferenz in Kiew (IBB) wird es nach Mitternacht geben! ![]()
Posted by s.stroever on 27 Apr 2008 | Tagged as: 2008, Atmosphäre, Berichte & Meldungen, Energie, Erschreckendes, Europa, Jugendarbeit, Kinderarbeit, Kindgerechtes, Links, Naturschutz ohne Chance?, Radioaktivität, Sonst geht`s noch?, Tierschutz ohne Chance?, Tschernobyl, Ukraine, Umweltpädagogik, Umweltschutz, Wir lernen es nie..., menschlich, unheimlich
Tschernobyl ist lange her. Und manchmal habe ich den Eindruck, dass trotz der vielen humanitären Hilfen die radioaktiven Folgen der Reaktorkatastrophe vernachlässigt werden. Und vieles wird in Sachen Umweltschutz in Good Old Germany auch nur halbherzig angegangen, denn hierzulande setzt man wohl auch nicht wirklich auf den Ausbau der regenerativen Energie:
Kritischer sieht Rüdiger Rosenthal vom Umweltverband BUND das Vorgehen der Industrie. “Es ist natürlich gut, dass neue Kraftwerke gebaut werden, da sie wesentlich effizienter arbeiten”, sagte er. Doch vermisst er Investitionen in regenerative Energien. “Da sollte man noch einmal genauer hinschauen.”
Quelle:
http://www.wdr.de/themen/wirtschaft/
wirtschaftsbranche/energie/neuekraftwerke/index.jhtml
Ob es in Deutschland beim vereinbarten Atomausstieg bleiben wird, muss ebenfalls abgewartet werden. Immerhin gibt die Wirtschaft nicht nach, sodass zu befürchten ist, dass schwache Politiker wie z. B. Michael Glos (CSU) nachgeben werden. Natürlich muss es nicht so weit kommen, hoffen wir das Beste!
Für Kinder ist der Atom-GAU auf der folgenden Webseite gut erklärt worden, weshalb ich den folgenden Link empfehlen möchte:
http://www.wasistwas.de/wissenschaft/
alle-artikel/artikel.html?tx_ttnews%5Btt_news%5D=1731&cHash=b68b37dee0
Oder aber auch:
http://www.hanisauland.de/tschernobyl
Das war’s für heute,
Gruß,
Silvio Ströver, Dipl.-Pädagoge
Posted by s.stroever on 19 Apr 2008 | Tagged as: 2008, Bananen, Berichte & Meldungen, Bio, Bio-Siegel, Deutschland, Ernährung, Europa, Fisch, Für einen guten Zweck, Gift, Kauftipps, Klein anfangen!, Naturschutz ohne Chance?, Nordrhein-Westfalen, Pech gehabt!, Sonst geht`s noch?, Verbraucher, menschlich
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Inzwischen gehört es ja zum guten Ton, sich Produkte mit Biosiegel zu kaufen. Doch immer wieder wird man als Verbraucher in die Irre geführt, sodass es auch es hier leider wichtig ist, auf das Siegel zu achten und es kritisch zu hinterfragen. In irgendeiner TV-Sendung, die ich neulich sah, wies man darauf hin, dass es sich bei 5 % der eingekauften Produkte bereits um Bio-Produkte handelte. Obwohl es sich hier eigentlich nur um eine relativ kleine Zahl handelt, steht sie doch für eine stetig anwachsende Nachfrage, die schon in der Gegenwart nicht mehr mit einheimischen Produkten aus dem Öko-Anbau bedient werden kann. Die Folge: Es werden stattdessen viele ausländische Produkte eingeführt, um wirtschaftlich effizient auf den Bio-Boom reagieren zu können. Wenn das stimmt, sollte man als Endverbraucher nicht allzu gutgläubig einkaufen. Es macht also Sinn, Produkte zu kaufen, die nicht aufwändig transportiert werden müssen, Produkte, die der Saison entsprechen. Muss man denn im Februar schon frische Erdbeeren verzehren? Umweltschutz hat also immer auch ein bisschen mit Verzicht zu tun, der allerdings nicht wirklich weh tut.
Wenn man weiß, dass es in Europa gewisse Mindestnormen auch in der Öko-Landwirtschaft und -Tierhaltung gibt, so muss man leider davon ausgehen, dass viele Import-Waren mit einem EU-gültigen Bio-Siegel kaum mit deutschen Bio-Produkten zu vergleichen sind. Es ist also nicht immer gleich viel “Bio” drin, wo “Bio” darauf steht.
Wer also hierzulande auf Nummer sicher gehen will, kauft deutsche Bio-Produkte der folgenden Marken:
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Bioland,
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Biopark,
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Demeter,
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Ecovin,
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Gaea und
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Naturland.
Diese Siegel stehen für strengste Bio-Qualität, an die Produkte der Discounter und anderer Einrichtungen kaum heranreichen können.
Einen guten Bio-Siegel-Überblick gibt es in Form einer herunterladbaren Pdf-Datei von Greenpeace: http://de.einkaufsnetz.org/download/22985.pdf
Des Weiteren informiert auch der Bund über die wichtigsten Bio-Labels:
http://www.bund.net/bundnet/themen_und_projekte/landwirtschaft/service/biosiegel
Wichtig ist der Umstand, dass echte Öko-Betriebe neben dem eigenen Bio-Label bzw. dem staatlichen Biosiegel eine Nummer der Ökokontrollstelle (zum Beispiel DE-099-Öko-Kontrollstelle) angeben müssen (vgl. http://www3.ndr.de/ndrtv_pages_std/0,3147,OID4412710,00.html). Befindet sich kein solcher Zahlencode auf der Verpackung, handelt es sich hierbei um keinen Bio-Betrieb, der in der Lage wäre, wenigstens die Mindestnorm zu erfüllen.
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Darüberhinaus sollte der kritische Endverbraucher auch nicht vergessen, soziale Projekte mit seinem Geldbeutel zu unterstützen. Wer beispielsweise Chiquita-Bananen kauft, sollte wissen, dass dieses Unternehmen sich offenbar dazu bekannt hat, Terroristen zu unterstützen. Dies berichtet jedenfalls Welt.de: http://www.welt.de/wirtschaft/article1197538/
Chiquita_gibt_Zahlungen_an_Terroristen__zu.html.
Zudem sollen Chiquita-Bananen viele Pestizide enthalten, so jedenfalls Epochtimes Deutschland auf ihrer Webseite http://www.epochtimes.de/articles/2005/11/04/6178.html.
Der Bund hat noch eine interessante Pdf-Datei zum kostenlosen Download für Sie bereitgestellt. Der Titel klingt recht provozierend: “Besser leben. Zu Bio wechseln.” http://www.bund.net/fileadmin/bundnet/pdfs/
aktiv_werden/besser_leben_zu_bio_wechseln.pdf
Wer wie ich gerne Fisch isst, darf natürlich nicht das MCS-Siegel (Marine Stewardship Council) ignorieren. Dieses - freilich nicht ganz unumstrittene - Fischsiegel ziert nicht nur Iglos beliebte Fischstäbchen, sondern auch viele andere Verpackungen, die geschützten Fisch beinhalten.
Passend dazu gibt es den WWF-Fischführer zum Download in Form einer Pdf-Datei:
http://www.wwf.de/themen/meere-kuesten/
fischerei/wwf-fischfuehrer
Also, Augen Auf beim Einkauf und dabei Vorbild für junge Konsumenten sein!
Es ist für die nachfolgende Generation oft schwierig, elterliche, traditionelle Kaufgewohnheiten zu durchbrechen.
Und als kritischer Blogger werde ich versuchen, selbst die empfohlenen Biosiegel stetig zu hinterfragen.
Gruß
Silvio Ströver, Dipl.Pädagoge
Posted by s.stroever on 21 Mär 2008 | Tagged as: 2007, Foto, IBB, Konferenz, Naturschutz ohne Chance?, Strövers Ankündigung, Tschernobyl, Ukraine, Umweltpädagogik, Umweltschutz, Was sagt die Wissenschaft?
In Kürze wird hier ein Bericht über eine IBB-Konferenz veröffentlicht, an der ich im letzten Herbst in Kiew teilgenommen hatte. Es gab verschiedene Workshops und Arbeitskreise zur Auswahl: Ich entschied mich für ökologische Themen. Natürlich werden dann auch einige Fotos gezeigt.
Bis bald,
Silvio Ströver
Posted by s.stroever on 18 Nov 2007 | Tagged as: Benutzte Literatur, Deutschland, Erschreckendes, Klein anfangen!, Naturschutz ohne Chance?, Pdf-Download, Sonst geht`s noch?, Tierschutz ohne Chance?, Umweltschutz, Versiegelung, Westfälische Rundschau, Wir lernen es nie..., menschlich, unheimlich
Unglaublich, aber wahr: In Deutschland werden zur Zeit täglich 115 Hektar Freifläche versiegelt, so berichtete die Westfälische Rundschau am 17.11.2007. Laut Zeitungsmeldung haben die Umweltminister von Bund und Ländern am letzten Freitag beschlossen, den drastischen Flächenfraß durch Beton und Asphalt bis 2020 auf täglich 30 ha zu reduzieren. Mag in manchen Ohren wenig klingen. Wenn man sich allerdings vorstellt, dass ein Hektar exakt 10.000m² sind, also 100 x 100 m, so wird deutlich, dass selbst die angepeilten 30 ha bei einer endlichen Fläche immer noch zu viel sind.
Deutschland hat eine Fläche von ca. 356 972 km² (vgl. BROCKHAUS: 2001, Bd. 5, S. 415), davon war 1993 bereits 11,3 % für Straßenbau und Wohnfläche etc. versiegelt (vgl. BROCKHAUS: 2001, Bd. 23, S. 231). Inzwischen ist der Anteil der versiegelten Fläche - und folglich sind auch die damit verbundenen Umweltschäden - sicherlich weiter stark angestiegen.
Eine Flächenversiegelung kann starke Überschwemmungen mit sich bringen, da aufgrund der geschlossenen Bodenflächen weniger Regen aufgenommen wird.
Die Wassermassen können also nicht vom Boden aufgesogen werden, sodass kleine Bäche und Flüsse stark anschwellen und Schaden verursachen und der Grundwasserspiegel sinkt. Je mehr Fläche versiegelt wird, desto zerschnittener sind Landschaften und damit Lebensräume. Pflanzen und Tiere werden somit an ihrer Ausbreitung gehindert, eine echte Artenvielfalt hat immer weniger Chancen.
NABU hat auf seiner Webseite bereits 2002 ein Programm zur nachhaltigen Siedlungspolitik entworfen. Dieses Programm kann man sich auf dem folgenden Link herunterladen:
http://www.nabu.de/downloads/studien/bauen.pdf
Ich denke, es hat nichts von seiner Aktualität verloren. Das, was auf der Seite zehn (im Pdf-Dokument auch Seite acht) beschrieben wird, stellt unser Vorstellungsvermögen auf den Kopf:
Obwohl die demographische Kurve, im Verhältnis gesehen, nur minimal ansteigt, scheint die Siedlungsfläche förmlich zu explodieren. Eigentlich müsste man doch annehmen dürfen, dass sich die Siedlungspolitik und die Demographie gleichermaßen zueinander verhalten. Eindringlich fordert NABU zu einem ressourcensparenden Bauen auf, was ich hiermit unterstützen möchte.
Wir müssen lernen, dass Umweltschutz im eigenen Land anfängt und bereit sein, zu akzeptieren, dass wir nicht immer nur neue Flächen zubauen dürfen. Statt beispielsweise ein neues Haus auf die grüne Wiese zu setzen, wäre es vielleicht angebracht, anzubauen oder alte Häuser gleich zu erneuern. Auch kann überlegt werden, ob die heimische Terrasse etwas kleinflächiger ausfällt. Vielleicht erlaubt es die Haushaltskasse, die asphaltierte Einfahrt bei einer Erneuerung durch Rasenkantensteine oder ähnliche wasserdurchlässige Flächen zu ersetzen. Es gibt viele weitere Möglichkeiten, dem Boden das zu geben, was er natürlicherweise aufnehmen soll.
Silvio Ströver
Benutzte Literatur:
BROCKHAUS: Brockhaus. Die Enzyklopädie in 24 Bänden. Band 5: CRO-DUC. Leipzig: F. A: Brockhaus GmbH , 2001. S. 415.
BROCKHAUS: Brockhaus. Die Enzyklopädie in 24 Bänden. Band 23: VALL-WELH. Leipzig: F. A: Brockhaus GmbH , 2001. S. 231.
NABU - Naturschutzbund Deutschland e. V.: Bauen in Deutschland. Das NABU-Programm für eine nachhaltige Siedlungspolitik. Bonn: 2002: http://www.nabu.de/downloads/studien/bauen.pdf
Westfälische Rundschau: Weniger Flächen versiegeln. WR Nr. 268 RPL 6_ vom Samstag, 17.11.2007, S. 22.
Posted by s.stroever on 26 Sep 2007 | Tagged as: Blume, Blüten, Dortmund, Flora, Foto, Für einen guten Zweck, Kurios, Naturschutz ohne Chance?, Sonst geht`s noch?, menschlich
Posted by s.stroever on 22 Sep 2007 | Tagged as: Ausbreitung, Flora, Gift, Herbst, Impressionen, Jahreszeiten, Konsum, Links, Makrofotografie, Naturschutz ohne Chance?, Neophyten, Strövers Fotogene Umweltpädnetblog, Strövers Seiten, Tierschutz, Umweltschutz, Wissen, umwelt.paed.net - fotogen
Schöne Impressionen* sollten es werden, die den nahenden Herbst 2007 ankündigen. Das Bild der roten Beeren der im Fotogenen Umweltpädnet-Blog beschriebenen Zwergmispel und die im selben Blog angebildeten schwarzen Beeren der Kirschlorbeer sind Boten der kalten Jahreszeit.
Doch, nachdem ich in der Fachliteratur nachgeschaut hatte, welche Eigenarten und Merkmale die von mir fotografierten Sträucher haben, musste ich feststellen, dass ich es mit (für Menschen) giftigen Pflanzen zu tun hatte und dass die Kirschlorbeer sogar ein Neophyt ist, also eine in unser Ökosystem “eingewanderte” Pflanze, die aufgrund ihres starken Wuches eine Gefahr für heimische Sträucher darstellt.
Umweltschutz bedeutet also auch, sich vor dem Kauf einer Pflanze darüber zu informieren, woher sie stammt und wie gefährlich sie für die lokale Umwelt sein kann. Was Käufer/-innen oft auch nicht ahnen, dass Neophyten keine bis nur sehr wenige Vögel oder andere Tiere hierzulande versorgen können. Wer heimisches Gehölze oder Blumen anpflanzt, stärkt also auch die Tierwelt, die sich von den verschiedenen Pflanzenbestandteilen ernähren können.
Eine interessante Webseite der Universität Konstanz bietet eine 36-seitige Pdf-Datei zum Herunterladen an, die die Mechanismen und Folgen pflanzlicher Invasoren beschreibt. U. a. können Sie auch etwas über die negativen Folgen von unseren beliebten Apfelbäumen und Birnbäumen erfahren:
http://www.uni-konstanz.de/botanischergarten/Fuehrer_Invasionsbiologie_2007.pdf
Lesenswert, sehr verständlich und mit Schwarz-Weiß-Zeichnungen schön bebildert!
Also Augen auf beim Sträucher, Baum- und Blumenkauf, ![]()
Gruß,
Silvio Sröver, Dipl.-Pädagoge
*Aufgrund der Fotodaten sind die Beiträge jeweils auf den 15.09. rückdatiert worden.
Posted by s.stroever on 30 Jul 2007 | Tagged as: Dortmund, Müll, Naturschutz ohne Chance?, Sonst geht`s noch?, Verbraucher, Wir lernen es nie..., menschlich
Posted by s.stroever on 19 Jul 2007 | Tagged as: Alfred-Wegener-Institut, Atmosphäre, CO²-Ausstoß, Erderwärmung, Klimawandel, Links, Naturschutz ohne Chance?, Was sagt die Wissenschaft?, Wissen, unheimlich
Der Klimawandel lässt uns nicht in Ruhe. Bisherige, eher sarkastisch anmutende Beiträge sollen nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Sache sehr ernst ist und auch bleiben wird, egal, ob man diesem Thema etwas abgewinnen mag oder nicht. Es ist sogar schon soweit, dass für viele Forscher feststeht, dass eine globale Erderwärmung schon heute zu verzeichnen ist und dass dieser Prozess trotz aller Gegenmaßnahmen, die in Zukünft eventuell umgesetzt werden könn-ten (!), nur noch verlangsamt und etwas abgemildert, aber auf keinen Fall aufgehalten oder gar rückgängig gemacht werden könnte.
Um ein wenig nachvollziehen zu können, was derzeit als Faktum angenommen wird, stelle ich Ihnen den folgenden Link zur Verfügung, der den Klimareport - Teil 1 für 2007 enthält:
http://www.awi.de/de/aktuelles_und_presse/
ausgewaehlte_themen/klimawandel/ipcc_bericht_2007
Das Alfred-Wegener-Institut arbeitet an der Erstellung des Reports mit und hat bereits im Februar dieses Jahres eine deutsche Übersetzung auf seiner Webseite bereitgestellt. Daneben können Sie sich ein Interview anhören, in dem Prof. Dr. Heinrich Miller, der Vizedirektor des Alfred-Wegener-Instituts, zum IPCC-Bericht Stellung nimmt.
Wenn Sie wissen möchte, welche Forschungsarbeit das Alfred-Wegener-Institut verfolgt, können Sie auf der Startseite vorab eine kurze Beschreibung vorfinden:
“Das Alfred-Wegener-Institut forscht in der Arktis, Antarktis und den Ozeanen der mittleren und hohen Breiten. Es koordiniert die Polarforschung in Deutschland und stellt wichtige Infrastruktur wie den Forschungseisbrecher Polarstern und Stationen in der Arktis und Antarktis für die nationale und internationale Wissenschaft zur Verfügung.”
Wenn man bedenkt, dass der Meeresspiegel schon in einigen Jahrzehnten vermutlich 18–59 cm angestiegen sein werden, ist es erforderlich, trotz dieser Schreckensaussicht “kühlen Kopf” zu bewahren und auch zu versuchen, frühzeitig pädagogisch Kinder und Jugendliche, wie auch immer, auf drohende Klimaänderungen vorzubereiten.
Silvio Ströver
Posted by s.stroever on 12 Jul 2007 | Tagged as: Atmosfair, Atmosphäre, Benutzte Literatur, CO2, Erderwärmung, Flugverkehr, Foto, GermanWatch, Günter D. Roth, Klimawandel, Links, Naturschutz ohne Chance?, Sonst geht`s noch?, Strövers Skizzen, Umweltschutz, Verbraucher, Wir lernen es nie..., Wolken, menschlich
“Über den Wolken muss die Freiheit unendlich sein…”
Aber die Freiheit, über die Reinhard Mey einst sang, hört über den Wolken leider beim Umweltschutz empfindlich schnell auf. Fliegen zerstört unser Klima mehr, als uns allen Recht sein kann. Bloß, wieso eigentlich? Antropogene Einflüsse wie das Fliegen lassen den natürlichen Treibhauseffekt zum gefährlichen Treibhauseffekt mutieren, sodass sich die Welt ganz allmählich aufheizt.
Obwohl es schwierig ist, sichere und eindeutige Mittelwerte für die Klimadaten dieser Welt zu gewinnen, ist ein globaler Anstieg der Temperatur festzustellen, so Günter D. Roth in seinem Werk “Wetterkunde für alle” (vgl. ROTH: 2004, S. 222).
Es wird inzwischen ein erheblicher Temperaturanstieg um mehrere Grad bis zum Ende unseres Jahrhunderts vorausgesagt, was hauptsächlich durch sogenannte “strahlungsaktive Gase” (ROTH: 2004, S. 222) verursacht wird, wobei Staubpartikel und die Eigenschaft der Weltmeere, nur langsam auf Temperaturunterschiede zu reagieren, mit dazu beitragen, dass dieser Prozess der Erderwärmung etwas verlangsamt wird.
Somit dürfte die durch den natürlichen Treibhauseffekt zustandekommende Welt-Durschnittstemperatur, die derzeit 15 Grad Celsius beträgt, derart steigen, dass das (Über-) Leben vieler Lebewesen bedroht oder gar unmöglich sein wird.
Gefährlicherweise bewirkt das Verbrennen von Kohle, Erdgas und Öl eine Intensivierung der Wasserverdunstung, die wiederum verantwortlich für die steigende Temperatur ist. In der Stratosphäre (siehe Skizze oben), also in einer Höhe von ca. 50 km, stieg der Wasserdampf-Anteil in den letzten 50 Jahren durch menschliche Einflüsse stark an. Als Beispiel führt der Autor den starkgewordenen Flugverkehr an, der sich allein in Deutschland von 1980 bis 1993 verdreifacht haben soll (vgl. ROTH: 2004, S. 222).
Germanwatch schreibt auf der folgenden Webseite http://www.germanwatch.org/rio/bpfl03-2.htm:
“Zusammenfassend kann man also sagen, dass, sofern keine langanhaltenden internationalen Konflikte eintreten, ein Wachstum des Luftverkehrs und damit auch ein Anwachsen des Ausstoßes an Treibhausgasen bevorsteht.
Zu berücksichtigen ist, dass technische Verbesserungen bzgl. einer Reduzierung des Energieverbrauchs oder durch die Umstellung auf andere Treibstoffe wie Wasserstoff den Anstieg der Treibhausgasemissionen des Flugverkehrs nicht werden aufhalten können. Dies hängt einerseits mit dem starken Wachstum dieser Branche zusammen und andererseits damit, dass ein Großteil der Emissionen in großer Höhe stattfinden (d.h. in der oberen Troposphäre und der unteren Stratosphäre). Das Verbrennen des Flugtreibstoffs führt wie erwähnt nicht nur zu CO2-Emissionen, sondern dabei entstehen außerdem Wasserdampf (der häufig in Kondensstreifen kondensiert und auch zur Bildung von Cirruswolken beiträgt), Stickoxide und Aerosole. Diese wirken sich in dieser Höhe zudem anders aus als direkt über der Erdoberfläche, indem sie das regionale Klima beeinflussen, und können dort folglich kaum durch Emissionsminderungen bei global wirkenden Treibhausgasen ausgeglichen werden. “
Was heißt das für den Umweltschutz?
Wir als Verbraucher können natürlich unseren ganz persönlichen Beitrag dazu leisten, indem wir so wenig wie möglich mit dem Flugzeug unterwegs sind. Gleichzeitig müsste natürlich noch viel mehr geschehen, indem man den Luftverkehr stark reduziert, wie auch immer.
Um mal ein Gefühl dafür zu bekommen, wieviel CO2 ein Flugreisender produziert, kann man sich auf der Webseite von Atmosfair den Betrag ausrechnen lassen, indem man einfach den Start- und den Zielflughafen eingibt. Eine Flugreise nach z. B. Istanbul - vom Düsseldorfer Flughafen aus - würde bei Hin- und Rückflug 1060 kg CO2 ergeben. Und wenn man das mit anderen Emissionen vergleicht, ist das schon sehr viel:
Emissionen pro Passagier auf einem Hin- und Rückflug* - 1060 kg CO2
Betrieb eines Kühlschranks für ein Jahr, durchschnittlicher Strommix - 100 kg CO2
Jahresemissionen eines indischen Menschen - 900 kg CO2
Ein Jahr Autofahren (Mittelklassewagen, 12.000 km) - 2.000 kg CO2
Klimaverträgliches Jahresbudget eines Menschen - 3.000 kg CO2
*Emissionen des ganzen Flugzeugs geteilt durch die Anzahl der Passagiere an Bord. Flugzeugabgase bestehen nicht nur aus CO2. Die verschiedenen Emissionen sind hier umgerechnet auf die derzeitige Erwärmungswirkung der entsprechenden Menge an CO2-Emissionen.
Zumindest bietet Transfair an, die vom Flugwilligen an sie bezahlte freiwillige Gebühr so einzusetzen, dass Klimaschutzprojekte unterstützt werden. Schalten Sie dazu heute Abend Nano ein (18:30 Uhr in 3SAT*), um sich tiefergehend zu informieren und besuchen Sie die Webseite von Transfair!
Für meinen Teil habe ich mir überlegt, zukünftig billige Flugreisen möglichst zu meiden und eher nach alternativen Reiserouten Ausschau zu halten.
Vielleicht ist Ihnen das Klima auch etwas mehr wert, als eine billige Flugreise?
Es wäre schön, den nachfolgenden Generationen auch eine lebenswerte Welt zu hinterlassen,
Gruß,
Silvio Ströver
Benutzte Literatur:
German Watch: 2 Entwicklung der Luftfahrt und Konsequenzen für das Klima, http://www.germanwatch.org/rio/bpfl03-2.htm, gelesen 2007.
Günter D. Roth: Wetterkunde für alle. Wolkenbilder und andere Wetterphänomene, Wettervorhersage, Großwetterlagen. (Der Wetter-Klassiker) München, Wien, Zürich: BLV Verlagsgesellschaft mbH, 11. durchgesehene Auflage, 2004.
Fernseh-Tipp:
Heute Abend um 18:30 auf 3SAT
nano
Die Welt von morgen
Moderation: Stefan Schulze-Hausmann
- Reiselust statt Klimafrust
Beim Urlaub machen spielt Umweltschutz meist keine Rolle
- Sonnenschutz beim Erbgut
Wie sich das Leben gegen die Sonne behauptet
Posted by s.stroever on 07 Jul 2007 | Tagged as: CO²-Ausstoß, Erderwärmung, Erschreckendes, Für einen guten Zweck, Klimawandel, Naturschutz ohne Chance?, Sonst geht`s noch?, Tierschutz ohne Chance?, Verbraucher, Vorurteil, Wir lernen es nie..., Wissen, menschlich
Wer die Nachrichten verfolgt hat, ist bestimmt darüber informiert, dass am heutigen Samstag ein grandioses Konzert stattfinden soll. Viele Künstler wollen in verschiedenen Erdteilen davon singen, dass es höchste Zeit wird, endlich etwas gegen den Klimawandel zu unternehmen.
Es ist schon erschreckend, dass solche Aktionen überhaupt notwendig sind. Doch, dass es Menschen gibt, die es noch nicht begriffen haben, scheint mir eigentlich sehr unwahrscheinlich. Vermutlich täusche ich mich in der Hinsicht und muss mir immer wieder vor Augen halten, wie stark die Lobby des Vertuschens ist und wie groß die menschliche Dummheit sein kann, die großzügig über wegschmelzende Eisgletscher und die erhöhte Anzahl an Wetterextremen hinwegzusehen scheint. Daher begrüße ich die spektakuläre Aktion um so mehr, auch, wenn die Süddeutsche von einem geringen Interesse an dieser Sache zu berichten weiß - oder zumindest meint, es zu wissen.
Warum eigentlich der Klimawandel so gefährlich ist, das können Sie beispielsweise herausfinden, wenn Sie sich durch die 15 kleinen Seiten hindurchklicken, die Rainer Kurlemann (RP Online) für Sie erstellt hat: “Sieben Fragen an die Forschung”
Gruß,
Silvio Ströver
Posted by s.stroever on 09 Mai 2007 | Tagged as: Dortmund, Frühling, Klein anfangen!, Müll, Naturschutz ohne Chance?, Sonst geht`s noch?, Wir lernen es nie..., menschlich
Gar keinen schönen Anblick bietet der “Müllplatz” am Feldweg hinter der Brackeler Straße in Dortmund. Schon wieder hat jemand einfach seinen Müll entsorgt und verschandelt so das bisschen Grün, was dem Spaziergänger übrigbleibt…
Gruß,
Silvio Ströver
Posted by s.stroever on 10 Mär 2007 | Tagged as: Foto, Gift, Klein anfangen!, Konsum, Müll, Naturschutz ohne Chance?, Umweltschutz, Verbraucher, Wir lernen es nie..., menschlich
Kippen wir die Kippen in die Natur, so werden weiterhin Restgifte freigesetzt.
Es ist einfach nur nervig, dass es nicht eingesehen wird.
Hier hat sich jemand die Mühe gemacht, einmal herauszufinden, was Zigaretten-Reste in der Natur noch anrichten können:
http://www.gho-berlin.cidsnet.de/jufrscht/jufrscht.htm
Im Kleinen fängt Naturschutz an, auch, wenn es nicht so dramatisch erscheint.
Und schön sieht so etwas doch auch nicht aus, oder?
Ich wünsche ein Kippenfreies Wochenende,
Gruß,
Silvio Ströver
Posted by s.stroever on 04 Mär 2007 | Tagged as: "Die Wolke", CO²-Ausstoß, DVD, Gudrun Pausewang, Naturschutz ohne Chance?, Radioaktivität, Tipp, Wir lernen es nie..., unheimlich
Um den CO2-Gehalt zu reduzieren, gibt es doch tatsächlich den bequemen, aber aus meiner Sicht doch unverbesserlichen Kommentar eines gewissen Herrn Kühn, der meint, man dürfe nicht nur auf alternative Energie, sondern müsse weiterhin auf Kernenergie setzen. Alexander König (kreetrapper), der diesen Kommentar in seinem Blog aufführt, warnt eindrücklich davor, das allzukleine Zeitfenster von nur noch 13 Jahren zu ignorieren, das uns offenbar noch bleibt, um die allerschlimmsten Auswüchse des Klimawandels zu begrenzen.
Also weiterhin radioaktiven Müll lagern und zig “Störfälle”, wie zuletzt aus Schweden berichtet wurde, im Jahr ertragen? Das Risiko eines erneuten GAUS billig in Kauf nehmen? So tun, als hätte es Tschernobyl nie gegeben?
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Es gibt inzwischen einen schön-traurigen Film auf DVD zu kaufen: “Die Wolke“, von Gudrun Pausewang, die auch “Die letzten Kinder von Schewenborn” schrieb. Einst habe ich das Buch als Junge gelesen, es hat mir schon damals den Schrecken der Kernkraft vor Augen gehalten. Die Verfilmung dazu kommt ohne Ekelszenen aus und wirkt trotzdem beklemmend und bedrückend. Ein gut-gemachter Film!
Ob Herr Kühn seine Meinung noch ändern wird?
Und wen es interessiert, der kann sich mal ausrechnen lassen, wieviel CO2 sein Auto produziert und sich überlegen, wieviele Bäume gepflanzt werden müssten, um den selbst verursachten CO2-Ausstoß zu neutralisieren.
Gruß,
Silvio Ströver
Posted by s.stroever on 22 Feb 2007 | Tagged as: CO²-Ausstoß, Energie, Konsum, Licht, Naturschutz ohne Chance?, Sonst geht`s noch?, Tipp, Umweltschutz, Verbraucher, energiesparend, menschlich
Ich kenne das selbst: Liebend gern greift man automatisch nach den scheinbar billigsten Glühbirnen, doch eigentlich scheinen sich diese Billigbirnen doch nicht zu rechnen. Wer die teuren Energiesparlampen kauft, die hierzulande - wie in Australien beispielsweise - vielleicht und hoffentlich Pflicht werden, hat nach einem Jahr, so die Nachrichtenmeldungen auf einem TV-Sender, das Geld wieder “drin”. Doch viel entscheidender ist die Tatsache, dass solche Lampen weniger Hitze erzeugen und damit weniger Energie verschwenden, denn wer Licht haben will, möchte eigentlich keine 140 Grad heißen Lampen. Dreimal weniger Wärme produziert die Energie-Leuchte und damit bedeutend weniger CO². Die Industrie kann offenbar damit leben, doch möchte sie eine zehnjährige Auslauf-Phase in Anspruch nehmen. Doch das ist vermutlich ein viel zu langer Zeitraum, mit Sicherheit wird die Energiespar-Pflicht schneller kommen.
Interessant ist der Umstand, dass - wenn ich es richtig behalten habe - Japan Standards besitzt, die sich dahingehend auswirken, dass die besten Geräte, was auch den niedrigen Energiehaushalt anbetrifft, den Standard für alle anderen Geräte bestimmen, sodass sich die umweltfreundlichsten Geräte nur durchsetzen können. Zumindest scheint dies ein netter Nebeneffekt zu sein. Übertragen auf Deutschland hieße das, dass neben den energiearmen Kühlschränken und Herden sämtliche technischen Geräte vom Computer, Fernseher bis zum Brenner zukünftig um den sparsamsten Energieverbrauch kämpfen müssten. Allein der Wechsel auf die sparsamen Glühbirnen soll es ermöglichen, dass zwei Kernkraftwerke in Deutschland abgeschaltet werden könnten! Ich bin der Meinung, dass das Einschrauben neuer Lampen eine ziemlich simple Angelegenheit wäre. Damit kann ich nur hoffen, dass wir das auch notfalls im nationalen Alleingang schaffen werden. Doch die EU scheint etwas dagegen zu haben…
Scheinbar haben es die Menschen noch immer nicht begriffen, wie wichtig neue politische Entscheidungen zugunsten der Umwelt und unser Überleben sind.
Anders kann ich die Bedenken nicht einordnen und hoffe, dass diese lächerliche Debatte schnell zugunsten unser aller Wohl beendet und das Vernünftige schnell getan wird!
Es liegt aber auf jeden Fall auch in der Verbraucher-Hand, Dinge selbst zu verändern,
indem man das Kaufverhalten modifiziert. Zugegeben, ist das nicht ganz so einfach.
Selbstkritischer Gruß,
Silvio Ströver
Posted by s.stroever on 13 Feb 2007 | Tagged as: Baum, Dortmund, Naturschutz ohne Chance?, Rodung, Sturm
Tja, das war’s dann wohl mit der schönen, alten Rotbuche.
Nach dem Sturm wurden neben der großen Tanne, die man auf dem Bild sehen kann, auch dieser stattliche Baum gefällt.
Er sei innen jedoch auch schon angefault gewesen.
So ist das.
Silvio Ströver
Posted by s.stroever on 29 Dez 2006 | Tagged as: Baum, Naturschutz ohne Chance?, menschlich
Heute wurden wieder z. T. gesunde, kräftige und große Bäume gefällt. Der Nachbar unserer ev. Gemeinde wollte es so und auch manch einer in unserer Gemeinde, weil es doch ordentlicher sei. Nun ist um die Gemeinde herum viel gefällt worden. Ein Baum war wohl auch schon krank, aber das hat man freilich erst nachher gemerkt.
Ich bin ansonsten eher dafür, Bäume stehen zu lassen:
Der Nachbarsgarten-Baum beispielsweise, eine stattliche, alte Rotbuche, weht dreiviertel ihrer Blätter auf unser (Privat-)Grundstück.
Nur wegen der Blätter darauf beharren, den schönen Baum zu fällen?
Ich hätte allen Grund, die Rotbuche wegzuwünschen, da ich die unglaublich vielen Blätter auf unserem Grundstück harken muss. Aber deswegen dem Baum an die Rinde wollen?
Nicht mit mir. Und so steht die alte Rotbuche von mir aus noch immer…
Wäre schön, wenn es im Garten der Gemeinde genauso gelaufen wäre.
Silvio Ströver
Posted by s.stroever on 03 Dez 2006 | Tagged as: Müll, Naturschutz ohne Chance?, menschlich
Schon wieder!
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Diesmal ist es zwar nur ein blauer Sack, den jemand einfach abgelegt hatte, aber keine 100 m davon entfernt lag noch mehr herum. Die Straße bietet sich auch an. War sie früher eine Durchfahrtsstraße, ist sie nun zur Sackgasse, die bis zum Feld reicht, umfunktioniert worden. Man kann also problemlos reinfahren und im Schutze einiger Bäume und Sträucher seinen Müll abladen und (mehr oder weniger) ungesehen wieder verschwinden.
Schon einmal hatte ich im Vorgänger-Weblog davon berichtet. Nicht nur, dass es schlicht verboten ist, seinen Müll irgendwo abzuladen, es ist auch rücksichtslos, wenn Scherben und Splitter herumliegen, in die die Hunde, die dort oft ausgeführt werden, treten können. Aber jemand, der weniger an die Umwelt denkt, denkt erst Recht nicht an die Hunde anderer.
Es bleibt dabei, es selbst besser zu machen und den Müll fachgerecht zu entsorgen.
Die Umwelt - und (längerfristig) auch die eigene Gesundheit - wird`s danken,
Silvio Ströver