Umweltschutz
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Posted by s.stroever on 18 Jun 2008 | Tagged as: 2008, Allgemein, Ausbreitung, Benutzte Literatur, Beobachtung & Zählung, Fauna, Foto, Fotografie, Krebse, Kurios, Küste - Watt & Meer, Lebensraum, Literatur, Natur, Naturfotografie, Naturführer, Naturschutz ohne Chance?, Neozoon, Nordfriesland, Schleswig-Holstein, Schwimmkrabbe, Strandkrabbe, Taschenkrebs, Tierschutz ohne Chance?, Umweltschutz, Verbreitung von Pflanzen, Wir lernen es nie..., Wissen, Wissenstipps
Erst kürzlich war ich in Dagebüll

und beobachtete u. a. Krebse, die sich an Betonwänden festhielten:


Laut Georg Quedens (vgl. QUEDENS: 2005, S. 82) gibt es eine Vielzahl an Krebsen. An der Nord- und Ostsee ist allerdings besonders die Strandkrabbe anzutreffen. Aufgrunddessen, dass ich die Fotos aus einiger Entfernung geknipst habe, sind Details nur schwer erkennbar.
An norddeutschen Küsten kommen besonders häufig die folgenden, drei Krebsarten vor: Strandkrabbe (Carcinus maens), Taschenkrebs (Cancer pagurus) und die Schwimmkrabbe (Portunus holsatus). Während der Taschenkrebs jedoch eher bei Helgoland zu sehen ist und (im Gegensatz zu manch anderen Krebsen) eine Wassertiefe von 20 m bevorzugt, die Schwimmkrabbe aber auch nur selten an der Nordsee zu finden ist, wird es sich bei den zwei fotografierten Krebsen wahrscheinlich um die Strandkrabbe handeln, die ganz leicht bei Flut am Strand zu entdecken sind. Strandkrabben häuten sich jährlich, Weibchen legen bis zu 200.000 Eier ab und fressen eigentlich all das, was sie lebendig oder tot mit ihren Zangen fassen können. Möwen, Austernfischer, Robben und Eiderenten sind ihre Fressfeinde (vgl. QUEDENS: 2005, S. 83).
Auf dem letzten Foto erkennt man, wie sich rechts ein zweiter Krebs festklammert. Es waren noch weitere Krebse dabei, sich dicht unter der Wasseroberfläche festzuhalten. - Diese Krebsart ist offenbar ein erfolgreicher Neozoon, also eine Art, die sich weltweit ausbreitet. Im Wikipediaartikel heißt es u. a.:
Drei Kriterien müssen erfüllt sein, um von einem Neozoon zu sprechen:
* direkte oder indirekte Einführung durch menschliche Aktivitäten
* nach 1492 (bzw. gerundet: nach 1500) eingeführt
* sich selbst reproduzierende Populationen über mindestens drei Generationen, die ohne menschliche Hilfe auskommen.”
Quelle: Wikipedia: 18.06.2008, http://de.wikipedia.org/wiki/Neozoon
Es kommt leider häufig vor, dass z. B. über den Warentransport Tier- und Pflanzenarten vermehrt eingeschleppt werden und lokale Populationen durcheinanderwirbeln bzw. akut bedrohen.
Globalisierung ist also auch unter dem Gesichtspunkt des Umweltschutzes zu sehen: Doch kann ich mir nicht vorstellen, dass solche Entwicklungen jetzt noch erfolgreich rückgängig gemacht werden können.
Silvio Ströver, Dipl. Pädagoge
Benutze Literatur:
QUEDENS, Georg: Krebse. In: Natur erleben an Nordsee und Ostsee. Was man alles am Strand finden und beobachten kann. München: BLV Buchverlag, 2005, S. 82 - 83
WIKIPEDIA: Gemeine Strandkrabbe. Gelesen am 18.06.2008, http://de.wikipedia.org/wiki/Gemeine_Strandkrabbe
WIKIPEDIA: Neozoon. Gelesen am 18.06.2008, http://de.wikipedia.org/wiki/Neozoon
Posted by s.stroever on 24 Mai 2008 | Tagged as: 2007, 2008, Basisdemokratie, Belarus, Deutschland, Dortmund, Europa, Für einen guten Zweck, IBB, Jetzt handeln!, Kiew, Klein anfangen!, Konferenz, Land in Sicht!, Links, Naturschutz ohne Chance?, Pdf-Download, Radioaktivität, Siehe vorherigen Blogeintrag!, Ströver, Tierschutz ohne Chance?, Tschernobyl, Ukraine, Umweltpädagogik, Umweltschutz, Vorbild, Zivilgesellschaft stärken!, menschlich
Umweltschutz kann kein nationaler Alleingang sein. Daher ist es notwendig, im internationalen Austausch gemeinsam über Möglichkeiten und Perspektiven nachzudenken, miteinander (gerne kontrovers) zu diskutieren und bei aller Unterschiedlichkeit nicht das Ziel aus den Augen zu verlieren, Umweltschutz effektiv mitzugestalten und daran zu arbeiten, dass das gemeinsame Vorhaben (auch lokal) umgesetzt wird.
“Herr Ströver, Herr Ströver, das sind ja Sie auf dem Bild!”
Fast wörtlich wiedergegebener Ausruf einer erstaunten Schülerin meiner Schule, die ihr Praktikum in der Dortmunder IBB absolvierte.
Das abgebildete Foto befindet sich auf dem Umschlag der IBB-Broschüre: “Das europäische Haus gemeinsam gestalten. Dokumentation der deutschen, belarussischen und ukrainischen Partnerschaftskonferenz in Kiew 2007. Copyright: © IBB Dortmund, hier veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung!
Als ich vom 28. - 02.10.2007 in Kiew an einer IBB-Partnerschaftskonferenz teilnahm, hatte ich die Gelegenheit, zu erleben, was es heißt, wenn über 350 Teilnehmer aus Belarus, der Ukraine und aus Deutschland zusammenkommen, um gemeinsam mit politisch Verantwortlichen über Chancen und Möglichkeiten zivilgesellschaftlicher Arbeit zu diskutieren.
Diese Partnerschaftskonferenz hatte u. a. das Ziel, neue Impulse für eine Stärkung der ukrainischen Zivilgesellschaft zu geben. Ich bin überzeugt davon, dass dies gelungen ist! Auf der IBB-Website wird das Konzept einer solchen Partnerschaftskonferenz wie folgt umrissen, um zu verdeutlichen, wie man den Aufbau einer ukrainischen Zivilgesellschaft fördern kann:
* Bildung
* Soziales
* Ökologische Erneuerung und Energieeffizienz
* Förderung von klein- und mittelständischen Unternehmen
Quelle:
Internationales Bildungs- und Begegnungswerk IBB e.V.: http://www.ibb-d.de/partnerschaftsprogramm_ukraine.html
Diese Konferenz ist vor dem Hintergrund zu bewerten, dass natürlich durch eine Stärkung der ukrainischen Zivilgesellschaft dahingehend beabsichtigt ist, um die dortige Demokratisierung im Land zu fördern und die Perspektive zu schaffen, dass die Ukraine eines Tages Mitglied der EU sein könnte. Der aus meiner Sicht entscheidende Vorteil dieser Partnerschaftskonferenz besteht darin, dass tatsächlich eine Demokratisierung von unten nach oben angestrebt und gefördert wird.
Die folgenden Stichpunkte verdeutlichen, welch wichtige Bedeutung dieses internationale Treffen besaß:
“1.
Das basisdemokratische Prinzip: “von unten nach oben”,
2.
Gemeinsame Projektentwicklung und -beantragung. Voneinander lernen: Deutsche Teilnehmer helfen bei der Professionalisierung der ukrainischen NGOs
3.
Vernetzung, inhaltlich-fachlicher Austausch und Dialog mit Politikern
4.
Zivilgesellschaftliches Engagement ist prinzipiell unabhängig von politischer Einflussnahme, Einladung an alle interessierten Politiker, sich auf einen gemeinsamen Dialog einzulassen.
5.
Professionelle Förderung der Zivilgesellschaft durch - im Vergleich zu komplex strukturierten EU-Programmen - einfach durchführbare Austauschmöglichkeiten der NGOs
Inhaltlich standen verschiedene Themen zur Auswahl, die dann in Arbeitskreisen diskutiert und erarbeitet wurden.”
Vergleiche
Internationales Bildungs- und Begegnungswerk IBB e.V.: http://www.ibb-d.de/ppu_hintergrund_u_ziele.html
Um zu verdeutlichen, welchen Stellenwert der Bereich Umweltschutz/Umweltpolitik/Umweltpädagogik hier einnimmt, empfehle ich, sich die folgende Website der IBB anzusehen. Dort gibt es einen ausführlichen Bericht über diese Partnerschaftskonferenz und Links zu den verschiedenen Projektgruppen.
Wer diese Website überspringen möchte, kann natürlich auch direkt auf den folgenden Link klicken, um sich das Fazit der Gruppe “Ökologische Modernisierung, Energieeinsparung und erneuerbare Energien”, der ich mich angeschlossen hatte, durchzulesen.
Wichtig ist hier der Hinweis, dass es nicht lediglich bei einzelnen “Gruppenpapieren” blieb, sondern alle Gruppen bzw. alle Teilnehmer gemeinsam ihren politischen Appell in der “Kiewer Erklärung” zum Ausdruck brachten. Lesen Sie selbst:
http://www.ibb-d.de/fileadmin/user_upload/pdf/Kiewer_Erklaerung.pdf
Gruß,
Silvio Ströver, Dipl. Pädagoge
Posted by s.stroever on 23 Mai 2008 | Tagged as: 2007, 2008, Berichte & Meldungen, Deutschland, Dortmund, Europa, Für einen guten Zweck, Hamburg, IBB, Jetzt handeln!, Kammer, Kiew, Klein anfangen!, Konferenz, Land in Sicht!, Links, Naturschutz ohne Chance?, Strövers Ankündigung, Tierschutz ohne Chance?, Ukraine, Umweltgesetzbuch (UGB), Umweltschutz, WICHTIG!, Wirtschaft
Die Handelskammer Hamburg lädt zu einer wichtigen Veranstaltung ein, in der es darum geht, die ersten Entwürfe für ein einheitliches und offenbar auch besser handhabbares Umweltgesetzbuch zu diskutieren (dieses Gesetz verspricht weniger Bürokratie, weniger Sonderregelungen, “gleiches Recht für alle”). Die Forderungen nach einem einheitlichen Gesetz ist wenig überraschend. Es bleibt nur zu hoffen, dass eine sachliche Auseinandersetzung stattfinden wird, in der es nicht darauf ankommt, nur seine eigenen Interessen durchzuboxen, sondern eher darum geht, ein vernünftiges und gutes Gesetz mit auf den Weg zu bringen. Dass ein gutes Gesetz natürlich noch umgesetzt werden muss und die Einhaltung - wie auch immer - ggf. überprüft werden muss, steht noch auf einem anderen Blatt…
Das Umweltgesetzbuch - Chancen und Risiken für die Wirtschaft
am Mittwoch, 25. Juni 2008, 10.00 bis 16.00 Uhr,
im Albert-Schäfer-Saal
der Handelskammer Hamburg, Adolphsplatz 1,
20457 Hamburg
Quelle:
Handelskammer Hamburg:
http://www.hk24.de/produktmarken/innovation/umweltberatung/ informationsveranstaltungen_und_seminare/veranstaltung_ugb.jsp?oid=47018
(23.05.2008)
Aber nutzen Sie die Chance, die Einladung der Handelskammer Hamburg anzunehmen. Jetzt mitdenken, mitdiskutieren und die Politik mitgestalten!
Gruß,
Silvio Ströver, Dipl. Pädagoge
Nachtrag:
Einen ersten Bericht über die Partnerschaftskonferenz in Kiew (IBB) wird es nach Mitternacht geben! ![]()
Posted by s.stroever on 14 Mai 2008 | Tagged as: 2007, 2008, Deutschland, Digitalkamera, Dortmund, Europa, Foto, Fotografie, Gruß, Historie, IBB, Kiew, Konferenz, Land in Sicht!, Links, Multimedia, Nordrhein-Westfalen, Ruhrgebiet, Ruhrpott, Siehe vorherigen Blogeintrag!, Strövers Ankündigung, Tschernobyl, Ukraine, Umweltpädagogik, Umweltschutz
Inzwischen bin ich, was die Aufbereitung des Materials angeht, endlich einen großen Schritt weitergekommen. Einige Fotos müssen noch, nachdem ich nun die richtigen Angaben darüber u. a. in diesem Weblog dazu fand, benannt und bei einem Foto eine Genehmigung zur Veröffentlichung eingeholt werden.
Des Weiteren ist liegt eine erste Auswahl an eigenen Fotos vor, die ich hier in Kürze zeigen werde.
In allerbäldigster Kürze, ![]()
Gruß,
Silvio Ströver
Posted by s.stroever on 05 Mai 2008 | Tagged as: 2008, Baum, Berichte & Meldungen, Dortmund, Fauna, Flora, Förster, Für einen guten Zweck, Im Wald, Kinderarbeit, Kindgerechtes, Klein anfangen!, Links, Müll, Natur, Naturführer, Ruhrgebiet, Ruhrpott, Säugetiere, Tierschutz, Tierstimmen im Internet, Tipp, Umweltpädagogik, Umweltschutz, Vorbild, Wald, Waldpädagogik, Waldschule, Wissen, Wissenstipps
Wie in den Ruhrnachrichten zu lesen ist, nahm die katholische Husener Grundschule ein dreitägiges Umweltschutz-Projekt mit ihren Schülern durch: Dabei lernten die Grundschulkinder nicht nur theoretisch, was Umweltschutz und Tierschutz bedeuten kann. Es ging mit Förster Winfried Hardes hinaus in den Wald, der sicher anschaulicher als manches Lehrbuch konkretes Wissen über den Wald mit seiner Flora und Fauna vermitteln konnte. Weiterhin besuchten die Kinder die “Rollende Waldschule”. Mir sagte dieser Begriff erst nichts, bis ich den folgenden Link dazu fand (scrollen Sie auch bis nach unten): http://www.ljv-nrw.de/kjs/dortmund/kjs_lernort_natur.php
Doch auch das learning by doing kam nicht zu kurz:
Die Kinder sammelten wilden Müll im Stadtteil und trennten ihn. Zudem wurde Müll kreativ verbastelt und kann sicher noch heute in der Schule bestaunt werden. Schul-Reporter dokumentierten dies. Vielleicht wird demnächst über dieses Umwelt-Projekt - neben “Projekttage Gesundheit 2005″ - auch auf der Schul-Website berichtet?
Wer Lust hat, Tierstimmen des Waldes kostenlos und online zu hören,sollte dem hier angegebenen Link folgen: http://www.jagd-online.de/naturschutz/tierstimmen
Dort hören Sie beispielsweise, welche Geräusche ein Igel von sich gibt!
Viel Spaß beim Hören
Silvio Ströver, Dipl. Pädagoge
Links:
DEUTSCHER Jagdschutzverband: Stimmen unserer heimischen Wildtiere. http://www.jagd-online.de/naturschutz/tierstimmen
LANDESVERBAND Nordrhein-Westfalen: Lernort Natur. http://www.ljv-nrw.de/kjs/dortmund/kjs_lernort_natur.php
RONCALLI Grundschule: Herzlich willkommen auf unserer Homepage!http://www.roncalli-grundschule.de/
RUHRNACHRICHTEN: Waches Auge für Umwelt. (02.05.2008) http://www.ruhrnachrichten.de/lokales/dolo/dono/art2576,249383
Posted by s.stroever on 27 Apr 2008 | Tagged as: 2008, Atmosphäre, Berichte & Meldungen, Energie, Erschreckendes, Europa, Jugendarbeit, Kinderarbeit, Kindgerechtes, Links, Naturschutz ohne Chance?, Radioaktivität, Sonst geht`s noch?, Tierschutz ohne Chance?, Tschernobyl, Ukraine, Umweltpädagogik, Umweltschutz, Wir lernen es nie..., menschlich, unheimlich
Tschernobyl ist lange her. Und manchmal habe ich den Eindruck, dass trotz der vielen humanitären Hilfen die radioaktiven Folgen der Reaktorkatastrophe vernachlässigt werden. Und vieles wird in Sachen Umweltschutz in Good Old Germany auch nur halbherzig angegangen, denn hierzulande setzt man wohl auch nicht wirklich auf den Ausbau der regenerativen Energie:
Kritischer sieht Rüdiger Rosenthal vom Umweltverband BUND das Vorgehen der Industrie. “Es ist natürlich gut, dass neue Kraftwerke gebaut werden, da sie wesentlich effizienter arbeiten”, sagte er. Doch vermisst er Investitionen in regenerative Energien. “Da sollte man noch einmal genauer hinschauen.”
Quelle:
http://www.wdr.de/themen/wirtschaft/
wirtschaftsbranche/energie/neuekraftwerke/index.jhtml
Ob es in Deutschland beim vereinbarten Atomausstieg bleiben wird, muss ebenfalls abgewartet werden. Immerhin gibt die Wirtschaft nicht nach, sodass zu befürchten ist, dass schwache Politiker wie z. B. Michael Glos (CSU) nachgeben werden. Natürlich muss es nicht so weit kommen, hoffen wir das Beste!
Für Kinder ist der Atom-GAU auf der folgenden Webseite gut erklärt worden, weshalb ich den folgenden Link empfehlen möchte:
http://www.wasistwas.de/wissenschaft/
alle-artikel/artikel.html?tx_ttnews%5Btt_news%5D=1731&cHash=b68b37dee0
Oder aber auch:
http://www.hanisauland.de/tschernobyl
Das war’s für heute,
Gruß,
Silvio Ströver, Dipl.-Pädagoge
Posted by s.stroever on 20 Apr 2008 | Tagged as: 2008, Broschüre für Eltern, Für einen guten Zweck, Jugendarbeit, Kinderarbeit, Kindgerechtes, Klein anfangen!, Strövers Insektenpädblog, Strövers Seiten, Strövers Umweltpädnetblog, Suchmaschinen für Kinder, Tipp, Umweltpädagogik, Umweltschutz, Wissenstipps, umweltpaed.net
Wie schon im Insektumweltpaednetblog bereits geschehen, habe ich auch hier Links eingefügt, die für Kinder interessant sein können. Milkmoon.de ist offenbar eine kostenlose Suchmaschine für Kinder, mit deren Hilfe Kinder auch zum Begriff “Umweltschutz” gezielt Informationen, Geschichten und sonstige Web-Inhalte - gefahrlos und kindgerecht aufbereitet - finden können.
http://www.milkmoon.de/themen/erdeweltraum/umweltschutz
Silvio Ströver, Dipl.-Pädagoge
Posted by s.stroever on 04 Apr 2008 | Tagged as: 2008, Berichte & Meldungen, Deutschland, Europa, Für einen guten Zweck, Klein anfangen!, Land in Sicht!, Links, Tierschutz, Umweltschutz, Verbraucher, Vorbild, Was sagt die Wissenschaft?, Wissenstipps, menschlich
Offenbar soll Deutschland das Land sein, welches das höchste Ansehen in der Welt genießt. So wird es jedenfalls auf folgenden Webseiten berichtet:
Abendblatt:
http://www.abendblatt.de/daten/2008/04/03/864852.html
Hannoversche Allgemeine:
http://www.haz.de/newsroom/wissen/zentral/wissen/art680,561318
Migrationsrecht.net:
http://www.migrationsrecht.net/nachrichten-wirtschaft-arbeit-und-soziales/
275-bamf-auslaender-statistik-korrektur/studie-deutschland-ansehen.html
n-tv:
http://www.n-tv.de/942853.html?020420081202
Spiegel Online:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,544877,00.html
Süddeutsche:
http://www.sueddeutsche.de/ausland/artikel/152/166673
Tagesschau:
http://www.tagesschau.de/ausland/bbcstudie4.html
Das klingt ja schön und gut. Aber was machen wir damit? Je angesehener man ist, desto wichtiger scheint mir, die Vorbildfunktion auch in Sachen Umweltschutz, Umweltpolitik und Umweltpädagogik im Auge zu behalten: Es ist z. B. gut, international zu zeigen, dass Atomkraft gefährlich und überholt ist und stattdessen erneuerbare Energie gefördert werden muss. Aber auch im Kleinen kann der Bürger z. B. bei der Mülltrennung oder beim Einkauf beweisen, wie wichtig ihm der Tierschutz und die Natur ist.
Silvio Ströver
Posted by s.stroever on 21 Mär 2008 | Tagged as: 2007, Foto, IBB, Konferenz, Naturschutz ohne Chance?, Strövers Ankündigung, Tschernobyl, Ukraine, Umweltpädagogik, Umweltschutz, Was sagt die Wissenschaft?
In Kürze wird hier ein Bericht über eine IBB-Konferenz veröffentlicht, an der ich im letzten Herbst in Kiew teilgenommen hatte. Es gab verschiedene Workshops und Arbeitskreise zur Auswahl: Ich entschied mich für ökologische Themen. Natürlich werden dann auch einige Fotos gezeigt.
Bis bald,
Silvio Ströver
Posted by s.stroever on 18 Nov 2007 | Tagged as: Benutzte Literatur, Deutschland, Erschreckendes, Klein anfangen!, Naturschutz ohne Chance?, Pdf-Download, Sonst geht`s noch?, Tierschutz ohne Chance?, Umweltschutz, Versiegelung, Westfälische Rundschau, Wir lernen es nie..., menschlich, unheimlich
Unglaublich, aber wahr: In Deutschland werden zur Zeit täglich 115 Hektar Freifläche versiegelt, so berichtete die Westfälische Rundschau am 17.11.2007. Laut Zeitungsmeldung haben die Umweltminister von Bund und Ländern am letzten Freitag beschlossen, den drastischen Flächenfraß durch Beton und Asphalt bis 2020 auf täglich 30 ha zu reduzieren. Mag in manchen Ohren wenig klingen. Wenn man sich allerdings vorstellt, dass ein Hektar exakt 10.000m² sind, also 100 x 100 m, so wird deutlich, dass selbst die angepeilten 30 ha bei einer endlichen Fläche immer noch zu viel sind.
Deutschland hat eine Fläche von ca. 356 972 km² (vgl. BROCKHAUS: 2001, Bd. 5, S. 415), davon war 1993 bereits 11,3 % für Straßenbau und Wohnfläche etc. versiegelt (vgl. BROCKHAUS: 2001, Bd. 23, S. 231). Inzwischen ist der Anteil der versiegelten Fläche - und folglich sind auch die damit verbundenen Umweltschäden - sicherlich weiter stark angestiegen.
Eine Flächenversiegelung kann starke Überschwemmungen mit sich bringen, da aufgrund der geschlossenen Bodenflächen weniger Regen aufgenommen wird.
Die Wassermassen können also nicht vom Boden aufgesogen werden, sodass kleine Bäche und Flüsse stark anschwellen und Schaden verursachen und der Grundwasserspiegel sinkt. Je mehr Fläche versiegelt wird, desto zerschnittener sind Landschaften und damit Lebensräume. Pflanzen und Tiere werden somit an ihrer Ausbreitung gehindert, eine echte Artenvielfalt hat immer weniger Chancen.
NABU hat auf seiner Webseite bereits 2002 ein Programm zur nachhaltigen Siedlungspolitik entworfen. Dieses Programm kann man sich auf dem folgenden Link herunterladen:
http://www.nabu.de/downloads/studien/bauen.pdf
Ich denke, es hat nichts von seiner Aktualität verloren. Das, was auf der Seite zehn (im Pdf-Dokument auch Seite acht) beschrieben wird, stellt unser Vorstellungsvermögen auf den Kopf:
Obwohl die demographische Kurve, im Verhältnis gesehen, nur minimal ansteigt, scheint die Siedlungsfläche förmlich zu explodieren. Eigentlich müsste man doch annehmen dürfen, dass sich die Siedlungspolitik und die Demographie gleichermaßen zueinander verhalten. Eindringlich fordert NABU zu einem ressourcensparenden Bauen auf, was ich hiermit unterstützen möchte.
Wir müssen lernen, dass Umweltschutz im eigenen Land anfängt und bereit sein, zu akzeptieren, dass wir nicht immer nur neue Flächen zubauen dürfen. Statt beispielsweise ein neues Haus auf die grüne Wiese zu setzen, wäre es vielleicht angebracht, anzubauen oder alte Häuser gleich zu erneuern. Auch kann überlegt werden, ob die heimische Terrasse etwas kleinflächiger ausfällt. Vielleicht erlaubt es die Haushaltskasse, die asphaltierte Einfahrt bei einer Erneuerung durch Rasenkantensteine oder ähnliche wasserdurchlässige Flächen zu ersetzen. Es gibt viele weitere Möglichkeiten, dem Boden das zu geben, was er natürlicherweise aufnehmen soll.
Silvio Ströver
Benutzte Literatur:
BROCKHAUS: Brockhaus. Die Enzyklopädie in 24 Bänden. Band 5: CRO-DUC. Leipzig: F. A: Brockhaus GmbH , 2001. S. 415.
BROCKHAUS: Brockhaus. Die Enzyklopädie in 24 Bänden. Band 23: VALL-WELH. Leipzig: F. A: Brockhaus GmbH , 2001. S. 231.
NABU - Naturschutzbund Deutschland e. V.: Bauen in Deutschland. Das NABU-Programm für eine nachhaltige Siedlungspolitik. Bonn: 2002: http://www.nabu.de/downloads/studien/bauen.pdf
Westfälische Rundschau: Weniger Flächen versiegeln. WR Nr. 268 RPL 6_ vom Samstag, 17.11.2007, S. 22.
Posted by s.stroever on 25 Sep 2007 | Tagged as: Dortmund, Europa, Für einen guten Zweck, IBB, Klein anfangen!, Konferenz, Pdf-Download, Radioaktivität, Tschernobyl, Ukraine, Umweltschutz, Was sagt die Wissenschaft?, Wissen
Am Donnerstag geht es los:
Einer Einladung vom IBB folgend, werde ich vom 29.09. bis zum 02.10.2007 an einer Partnerschaftskonferenz teilnehmen, wo ich u. a. Gelegenheit habe, zu erfahren, welche Umwelt-Projekte in der Ukraine und in Weißrussland (Belarus) durchgeführt werden. Es werden verschiedene Arbeitsgruppen und Seminare angeboten, die aus politischer, kirchlicher oder sozialer Sicht, versuchen, Fragen zu klären und Wissen auszutauschen.
Ziel ist ein gemeinsamer Austausch, Begegnung, Netzwerkbildung und das Aufgreifen neuer Ideen rund um den Begriff des Umweltschutzes. Schwerpunktmäßig interessiert mich persönlich, welche ökologischen Projekte bisher erfolgreich in der Ukraine durchgeführt werden und andererseits, welche Anfragen aus dem Bereich der Erwachsenenbildung, der Interkulturellen Bildung und Geschichte u. a. an mich gestellt werden. Somit werde ich die Chance nutzen, mein pädagogisches Fachwissen miteinzubringen und bin daher sehr gespannt, was mich in Kiew erwarten wird.
Natürlich werde ich meine Kamera mitnehmen und diverse Aufzeichnungen für einen neuen Umweltpädnet-Blog-Eintrag erstellen!
Wer wissen möchte, welches Programm mich in Kiew erwartet, kann diese Pdf-Datei herunterladen:
http://www.ibb-d.de/ibb-minsk/dokumente/
IBB_Partnerschaftskonferenz_2007.pdf
Gruß,
Silvio Ströver, Dipl.-Pädagoge
Posted by s.stroever on 22 Sep 2007 | Tagged as: Ausbreitung, Flora, Gift, Herbst, Impressionen, Jahreszeiten, Konsum, Links, Makrofotografie, Naturschutz ohne Chance?, Neophyten, Strövers Fotogene Umweltpädnetblog, Strövers Seiten, Tierschutz, Umweltschutz, Wissen, umwelt.paed.net - fotogen
Schöne Impressionen* sollten es werden, die den nahenden Herbst 2007 ankündigen. Das Bild der roten Beeren der im Fotogenen Umweltpädnet-Blog beschriebenen Zwergmispel und die im selben Blog angebildeten schwarzen Beeren der Kirschlorbeer sind Boten der kalten Jahreszeit.
Doch, nachdem ich in der Fachliteratur nachgeschaut hatte, welche Eigenarten und Merkmale die von mir fotografierten Sträucher haben, musste ich feststellen, dass ich es mit (für Menschen) giftigen Pflanzen zu tun hatte und dass die Kirschlorbeer sogar ein Neophyt ist, also eine in unser Ökosystem “eingewanderte” Pflanze, die aufgrund ihres starken Wuches eine Gefahr für heimische Sträucher darstellt.
Umweltschutz bedeutet also auch, sich vor dem Kauf einer Pflanze darüber zu informieren, woher sie stammt und wie gefährlich sie für die lokale Umwelt sein kann. Was Käufer/-innen oft auch nicht ahnen, dass Neophyten keine bis nur sehr wenige Vögel oder andere Tiere hierzulande versorgen können. Wer heimisches Gehölze oder Blumen anpflanzt, stärkt also auch die Tierwelt, die sich von den verschiedenen Pflanzenbestandteilen ernähren können.
Eine interessante Webseite der Universität Konstanz bietet eine 36-seitige Pdf-Datei zum Herunterladen an, die die Mechanismen und Folgen pflanzlicher Invasoren beschreibt. U. a. können Sie auch etwas über die negativen Folgen von unseren beliebten Apfelbäumen und Birnbäumen erfahren:
http://www.uni-konstanz.de/botanischergarten/Fuehrer_Invasionsbiologie_2007.pdf
Lesenswert, sehr verständlich und mit Schwarz-Weiß-Zeichnungen schön bebildert!
Also Augen auf beim Sträucher, Baum- und Blumenkauf, ![]()
Gruß,
Silvio Sröver, Dipl.-Pädagoge
*Aufgrund der Fotodaten sind die Beiträge jeweils auf den 15.09. rückdatiert worden.
Posted by s.stroever on 15 Sep 2007 | Tagged as: Beere, Benutzte Literatur, Dortmund, Fotografie, Gartenpflanzen, Gift, Insekten, Kirschlorbeer, Makro, NABU, Natur, Naturfotografie, Neophyten, Nordrhein-Westfalen, Prunus laurocerasus, Ruhrgebiet, Ruhrpott, Rückdatierter Blogeintrag!, Sommer 2007, Sträucher, Umweltschutz, Verbreitung von Pflanzen, Vergiftung
Ein schöner immergrüner Strauch kann auch der Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus) sein, den man als Sichtschutz in Form einer dichten Hecke pflanzen kann. Die dunklen bis schwarzen Beeren haben, so heißt es in der Wikipedia, beinahe giftfreies Fruchtfleisch, das in der Türkei gerne zu Marmelade verarbeitet würde (vgl. WIKIPEDIA: 2007, http://de.wikipedia.org/wiki/Kirschlorbeer).
Auf einer weiteren Internetseite wird ebenfalls darauf hingewiesen, dass das Fruchtfleisch im geringen Maße Gift enthalte: Für Mieter, die solche Giftsträucher im Garten und am Haus haben und deshalb um die Gesundheit ihrer Kinder fürchten, ist zu sagen, dass es offenbar kein Recht gibt, das dem Vermieter vorschreibt, den Kirschlorbeer aufgrund der Gesundheitsgefahr zu entfernen, so Nicola Quade im Elternforum (vgl. ELTERFORUM Kindersicherheit: 2007,
http://www.elternforum-kindersicherheit.de/ viewtopic.php?p=2805&sid=858cff5dc7012116d7e36f355b4af736).
Wenn auch die immergrüne Pflanze einen schönen Anblick bietet und guten Sichtschutz garantiert, ist inzwischen eher davon abzuraten, diesen Strauch zu kaufen und zu pflanzen, da er heimische Gehölze verdrängen kann und Tieren wenig Nahrung liefert. NABU Heinsberg weist darauf hin, dass es daher Sinn macht, bestehende Exoten bzw. Neophyten (ursprünglich in der heimischen Natur nicht vorkommende Neupflanzen) zusammen mit heimischen Sträuchern etc. anzupflanzen (vgl. NABU HEINSBERG: 2007, http://www.nabu-heinsberg.de/51005295c30dd8910/
51005295d10cb0d2e/index.html), damit ein gesunder Ausgleich entstehen kann. Somit finden Vögel und andere Tiere weiterhin ausreichend Nahrung, was mit dazu beiträgt, die Natur vor Ort zu bewahren.
Sicher hat es immer wieder auch in der Natur Beispiele gegeben, die auch gezeigt haben, dass der “Pflanzen-Import” auch eine Bereicherung der bestehenden Landschaft sein kann. Doch nicht immer ist das der Fall. Beispielsweise ist die in Deutschland sehr beliebte Forsythie mit ihren gelben Frühlingsblüten ein Strauch, der insektenfeindlich ist. Insekten meiden seine Blüten, doch auch andere Tierarten können nicht viel mit diesem Strauch anfangen: Die Tabelle auf der entsprechenden NABU-Seite zeigt eindrücklich, dass keine einzige, heimische Vogelart von diesem Strauch profitiert, während z. B. die bekannte Vogelbeere 63 Vogelarten ernähren oder sonstwie von Vögel genutzt werden kann (vgl. NABU HEINSBERG: 2007, http://www.nabu-heinsberg.de/51005295c30dd8910/
51005295d10cb0d2e/index.html).
Silvio Ströver, Dipl.-Pädagoge
ELTERFORUM Kindersicherheit: Kirschlorbeer im Garten. 2007:
http://www.elternforum-kindersicherheit.de/ viewtopic.php?p=2805&sid=858cff5dc7012116d7e36f355b4af736
NABU HEINSBERG: Warum heimische Pflanzen? 2007, http://www.nabu-heinsberg.de/51005295c30dd8910/
51005295d10cb0d2e/index.html
WIKIPEDIA: Lorbeerkirsche. 2007, http://de.wikipedia.org/wiki/Kirschlorbeer
Posted by s.stroever on 11 Sep 2007 | Tagged as: Blut-Weiderich, Blüte, Fotogene Umweltpädblog, Fotografie, Lythrum salicaria, Makro, Natur, Naturfotografie, Rückdatierter Blogeintrag!, Sommer 2007, Technisches, Umweltschutz, Verbreitung von Pflanzen
Heute habe ich einen Blogbeitrag über den Blut-Weiderich verfasst und entsprechend rückdatiert, da es sich um eine Naturfotografie vom 01.08.2007 handelt. Sie finden den Blogbeitrag über diesen Link: http://www.fotogenes.umweltpaed.net/2007/08/01/blut-weiderich-lythrum-salicaria
Ansonsten habe ich hier zur Datensicherung ein Backup erstellt und danach die Blogsoftware aktualisiert, wie es bereits in meinen anderen Weblogs geschehen ist. Leider ist das technische “Wettrüsten” auch hier ein absolutes Muss.
Soweit- so gut,
Gruß,
Silvio Ströver
Posted by s.stroever on 01 Aug 2007 | Tagged as: Benutzte Literatur, Blut-Weiderich, Blüte, Fotografie, Heilkräuter, Historie, Lythrum salicaria, Makro, Natur, Naturfotografie, Nordrhein-Westfalen, Ruhrgebiet, Ruhrpott, Rückdatierter Blogeintrag!, Sommer 2007, Umweltschutz, Verbreitung von Pflanzen
Die Wildpflanze, die ich am 01.08.2007 in Dortmund fotografierte (deswegen wird dieser Blogeintrag vom 11.09.2007 im Blogsystem rückdatiert), scheint offenbar eine Pflanze mit der Bezeichnung “Blut-Weiderich” zu sein. Sie verdankt ihren Namen ihren “weidenähnlichen” Blättern und ihrer roten Färbung. Die griechische Bezeichnung “lythron” meint “Blut”, was also nichts anderes als “blutrot” bedeuten soll (vgl. STICHMANN; STICHMANN-MARNY: 1999, S. 244).
Seltsamerweise soll diese Wildblume eigentlich nur an - zumindest - zeitweilig nassen und feuchten Standorten vorkommen, doch ein Ufer oder Moor waren hier nicht vorhanden. Vielleicht wuchs der Blut-Weiderich nur deshalb so gut, weil der Sommer 2007 verregnet war.
Der Informationsdienst Wissenschaft verwies bereits 2001 auf eine Presse-Information der Biologischen Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft, die im “Jahr des Zitronenfalters” (= 2002) u. a. darauf aufmerksam machte, dass sich die Raupen des Schmetterlings, die violettfarbene Blüten zur Ernährung benötigen, Ende Juni auch auf den Blüten des Blut-Weiderichs zu finden sind.
Wer also nur ein bis zweimal im Jahr mäht, kann nicht nur schöne Blüten finden, sondern tut aktiv etwas für bestimmte Tierarten. Wo wird (süßes) Nichtstun so belohnt?
In diesem Sinne,
Silvio Ströver
Benutzte Literatur:
BIOLOGISCHE Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft: Insekt des Jahres 2002. Der Zitronenfalter. 2007: http://www.bba.de/mitteil/presse/01112301.htm
INFORMATIONSDIENST Wissenschaft: Insekt des Jahres 2002. Der Zitronenfalter. 2007: http://www.idw-online.de/pages/de/news41866
STICHMANN, Wilfried; STICHMANN-MARNY, Ursula: Der neue Kosmos Pflanzenführer. (Kosmos-Naturführer) Stuttgart: Kosmos Verlag, 1999, S. 244-245.
Posted by s.stroever on 12 Jul 2007 | Tagged as: Atmosfair, Atmosphäre, Benutzte Literatur, CO2, Erderwärmung, Flugverkehr, Foto, GermanWatch, Günter D. Roth, Klimawandel, Links, Naturschutz ohne Chance?, Sonst geht`s noch?, Strövers Skizzen, Umweltschutz, Verbraucher, Wir lernen es nie..., Wolken, menschlich
“Über den Wolken muss die Freiheit unendlich sein…”
Aber die Freiheit, über die Reinhard Mey einst sang, hört über den Wolken leider beim Umweltschutz empfindlich schnell auf. Fliegen zerstört unser Klima mehr, als uns allen Recht sein kann. Bloß, wieso eigentlich? Antropogene Einflüsse wie das Fliegen lassen den natürlichen Treibhauseffekt zum gefährlichen Treibhauseffekt mutieren, sodass sich die Welt ganz allmählich aufheizt.
Obwohl es schwierig ist, sichere und eindeutige Mittelwerte für die Klimadaten dieser Welt zu gewinnen, ist ein globaler Anstieg der Temperatur festzustellen, so Günter D. Roth in seinem Werk “Wetterkunde für alle” (vgl. ROTH: 2004, S. 222).
Es wird inzwischen ein erheblicher Temperaturanstieg um mehrere Grad bis zum Ende unseres Jahrhunderts vorausgesagt, was hauptsächlich durch sogenannte “strahlungsaktive Gase” (ROTH: 2004, S. 222) verursacht wird, wobei Staubpartikel und die Eigenschaft der Weltmeere, nur langsam auf Temperaturunterschiede zu reagieren, mit dazu beitragen, dass dieser Prozess der Erderwärmung etwas verlangsamt wird.
Somit dürfte die durch den natürlichen Treibhauseffekt zustandekommende Welt-Durschnittstemperatur, die derzeit 15 Grad Celsius beträgt, derart steigen, dass das (Über-) Leben vieler Lebewesen bedroht oder gar unmöglich sein wird.
Gefährlicherweise bewirkt das Verbrennen von Kohle, Erdgas und Öl eine Intensivierung der Wasserverdunstung, die wiederum verantwortlich für die steigende Temperatur ist. In der Stratosphäre (siehe Skizze oben), also in einer Höhe von ca. 50 km, stieg der Wasserdampf-Anteil in den letzten 50 Jahren durch menschliche Einflüsse stark an. Als Beispiel führt der Autor den starkgewordenen Flugverkehr an, der sich allein in Deutschland von 1980 bis 1993 verdreifacht haben soll (vgl. ROTH: 2004, S. 222).
Germanwatch schreibt auf der folgenden Webseite http://www.germanwatch.org/rio/bpfl03-2.htm:
“Zusammenfassend kann man also sagen, dass, sofern keine langanhaltenden internationalen Konflikte eintreten, ein Wachstum des Luftverkehrs und damit auch ein Anwachsen des Ausstoßes an Treibhausgasen bevorsteht.
Zu berücksichtigen ist, dass technische Verbesserungen bzgl. einer Reduzierung des Energieverbrauchs oder durch die Umstellung auf andere Treibstoffe wie Wasserstoff den Anstieg der Treibhausgasemissionen des Flugverkehrs nicht werden aufhalten können. Dies hängt einerseits mit dem starken Wachstum dieser Branche zusammen und andererseits damit, dass ein Großteil der Emissionen in großer Höhe stattfinden (d.h. in der oberen Troposphäre und der unteren Stratosphäre). Das Verbrennen des Flugtreibstoffs führt wie erwähnt nicht nur zu CO2-Emissionen, sondern dabei entstehen außerdem Wasserdampf (der häufig in Kondensstreifen kondensiert und auch zur Bildung von Cirruswolken beiträgt), Stickoxide und Aerosole. Diese wirken sich in dieser Höhe zudem anders aus als direkt über der Erdoberfläche, indem sie das regionale Klima beeinflussen, und können dort folglich kaum durch Emissionsminderungen bei global wirkenden Treibhausgasen ausgeglichen werden. “
Was heißt das für den Umweltschutz?
Wir als Verbraucher können natürlich unseren ganz persönlichen Beitrag dazu leisten, indem wir so wenig wie möglich mit dem Flugzeug unterwegs sind. Gleichzeitig müsste natürlich noch viel mehr geschehen, indem man den Luftverkehr stark reduziert, wie auch immer.
Um mal ein Gefühl dafür zu bekommen, wieviel CO2 ein Flugreisender produziert, kann man sich auf der Webseite von Atmosfair den Betrag ausrechnen lassen, indem man einfach den Start- und den Zielflughafen eingibt. Eine Flugreise nach z. B. Istanbul - vom Düsseldorfer Flughafen aus - würde bei Hin- und Rückflug 1060 kg CO2 ergeben. Und wenn man das mit anderen Emissionen vergleicht, ist das schon sehr viel:
Emissionen pro Passagier auf einem Hin- und Rückflug* - 1060 kg CO2
Betrieb eines Kühlschranks für ein Jahr, durchschnittlicher Strommix - 100 kg CO2
Jahresemissionen eines indischen Menschen - 900 kg CO2
Ein Jahr Autofahren (Mittelklassewagen, 12.000 km) - 2.000 kg CO2
Klimaverträgliches Jahresbudget eines Menschen - 3.000 kg CO2
*Emissionen des ganzen Flugzeugs geteilt durch die Anzahl der Passagiere an Bord. Flugzeugabgase bestehen nicht nur aus CO2. Die verschiedenen Emissionen sind hier umgerechnet auf die derzeitige Erwärmungswirkung der entsprechenden Menge an CO2-Emissionen.
Zumindest bietet Transfair an, die vom Flugwilligen an sie bezahlte freiwillige Gebühr so einzusetzen, dass Klimaschutzprojekte unterstützt werden. Schalten Sie dazu heute Abend Nano ein (18:30 Uhr in 3SAT*), um sich tiefergehend zu informieren und besuchen Sie die Webseite von Transfair!
Für meinen Teil habe ich mir überlegt, zukünftig billige Flugreisen möglichst zu meiden und eher nach alternativen Reiserouten Ausschau zu halten.
Vielleicht ist Ihnen das Klima auch etwas mehr wert, als eine billige Flugreise?
Es wäre schön, den nachfolgenden Generationen auch eine lebenswerte Welt zu hinterlassen,
Gruß,
Silvio Ströver
Benutzte Literatur:
German Watch: 2 Entwicklung der Luftfahrt und Konsequenzen für das Klima, http://www.germanwatch.org/rio/bpfl03-2.htm, gelesen 2007.
Günter D. Roth: Wetterkunde für alle. Wolkenbilder und andere Wetterphänomene, Wettervorhersage, Großwetterlagen. (Der Wetter-Klassiker) München, Wien, Zürich: BLV Verlagsgesellschaft mbH, 11. durchgesehene Auflage, 2004.
Fernseh-Tipp:
Heute Abend um 18:30 auf 3SAT
nano
Die Welt von morgen
Moderation: Stefan Schulze-Hausmann
- Reiselust statt Klimafrust
Beim Urlaub machen spielt Umweltschutz meist keine Rolle
- Sonnenschutz beim Erbgut
Wie sich das Leben gegen die Sonne behauptet
Posted by s.stroever on 29 Jun 2007 | Tagged as: Insekten, Links, Strövers Insektenpädblog, Strövers Seiten, Strövers Umweltpädagogische Webseite, Umweltschutz, Weblogs & Homepages
Wer auf der Suche nach interessanten Umweltschutz-Links ist, dem kann ich nur empfehlen, meine Umweltpäd-Webseite zu besuchen:
http://www.umwelt.paedagoge.net
In den vergangenen Tagen habe ich mir die Mühe gemacht, die drei Link-Rubriken neu zu überarbeiten und habe viele neue Links zum Bereich Umweltbildung und Umweltorganisation eingefügt. Einige Links wurden auch hier in diesem Umweltpädblog ergänzt.
Wer darüberhinaus Interesse an Insekten hat, kann sich in meinem Insektenpädblog neue (ab dem 27.06.) Bilder mit interessanten Hintergrund-Informationen anschauen.
Viel Spaß bei der Recherche & bei der Betrachtung,
Silvio Ströver
Posted by s.stroever on 24 Mär 2007 | Tagged as: Abendsonne, Baum, Dortmund, Fauna, Flora, Foto, Frühling, Gruß, Impressionen, Jugendarbeit, Klein anfangen!, Multimedia, Sonne, Tageszeit, Umweltschutz, Vorurteil, Wolken, menschlich
Umweltpädagogik muss nicht langweilig sein. Wer meint, alleine die Wanderung durch Feld und Wald reicht aus, um Jugendliche zu sensibilisieren oder gar zum aktiven Umweltschutz zu motivieren, setzt vielleicht auf`s falsche Pferd.
Früher gab (und gibt?) es noch eine schulische Einrichtung, die nannte sich “Wandertag”.
Ob das allein noch ausreicht, um Freude und Neugier für dieses schöne und wichtige Thema zu wecken? Ich habe inzwischen meine Zweifel. Vielleicht ist unsere Jugend schon zu abgebrüht und stöpselt sich lieber in der freien Natur voller Vogelgezwitscher die Ohren zu? Vielleicht sind das auch nur Klischees, die man als Älterer so vor sich hinpflegt.
Eine gute Chance - in meinen Augen - wäre, mit Technik ausgerüstet, in Wald und Flur zu “marschieren” und so z. B. mit Kameras Fotos oder Videosequenzen von Flora & Fauna aufzunehmen und somit ein Medium zu haben, das es unserer mediengewöhnten Jugend erlaubt, sich auf diese Weise mit Primär- und selbstproduzierten Sekundäreindrücken mit Natur und Umwelt zu beschäftigen.
Für mich ist allein schon meine einfache, kleine Digitalkamera ein doppelter Anreiz, sich ins Grüne zu begeben. Man muss zwar nicht alles und jedes bisschen vor die Linse bekommen, jedoch kann die Naturfotografie ein guter Aufhänger sein, um sich noch intensiver mit der Umwelt auseinanderzusetzen.
Habe ich mein Motiv gefunden?
Wenn nicht, muss ich zu einer anderen Tageszeit oder Jahreszeit nocheinmal auf Foto-Tour gehen?
Habe ich meine digitale “Foto-Schmetterlingssammlung” komplett? (Schmetterlinge zu fotografieren, ist sicher sinnvoller, als diese aufzuspießen.)
Konnte ich den Sonnenaufgang und das beginnende Vogelgezwitscher im Wald mit der Videokamera auffangen?
Wieviele Tierstimmen konnte ich mit meinem Rekorder aufzeichnen?
Erkenne ich die verschiedenen Tierarten auch wieder? Benötige ich Naturführer, um die Arten zu bestimmen?
Welche Tiere beobachte ich mit dem Fernglas am Tag? Und welche Tiere höre ich bei Nacht? Brauche ich einen erfahrenen Begleiter, der mit dabei Tipps und Tricks gibt, Tierspuren oder Pflanzenarten zu erkennen?
Wieso gibt es in der Stadt soviele Vogelarten? Habe ich die vielen Futterquellen und Nistplätze entdeckt?
Konnte ich mit Hilfe des Skizzenblocks die vielen Jahresringe eines umgestürzten Baumes detailgetreu nachzeichnen?
Habe ich es geschafft, Tiere mit aufgenommenen “Rufen” oder Geräuschen ganz nah an eine gut sichtbare Stelle heranzulocken, um sie zu beobachten?
Ist es mir gelungen, die Stimmung künstlerisch - wie auch immer - einzufangen?
Es gibt soviele Möglichkeiten, kleine und große Tiere, Pflanzen und Landschaften gezielt zu beobachten, zu dokumentieren und sich damit vertraut zu machen. Umweltschutz ist dann ein nettes “Nebenprodukt”: Denn, wer die Natur liebgewinnt, wird sie sicher auch wertschätzen. Und wer dabei etwas Hilfe benötigt, kann sich immer noch konkrete Umweltschutz-Tipps holen und sich überlegen, später mal ein freiwilliges, ökologisches Jahr zu absolvieren oder Umweltorganisationen finanziell zu unterstützen und/oder selbst “Hand anzulegen”.
Hier zum Schluss eine Foto-Session, die ich erst gestern Abend schoss. Ein beliebtes, zum Teil schon als “kitischig” bezeichnetes Motiv, das ich aber ohne Bedenken auch immer wieder gerne beobachte und festhalte: Die untergehende (Dortmunder) Abendsonne… viel Spaß damit,
umweltschutz-pädagogisch-kreative Foto-Grüße,
Silvio Ströver