Verbraucher
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Posted by s.stroever on 19 Apr 2008 | Tagged as: 2008, Bananen, Berichte & Meldungen, Bio, Bio-Siegel, Deutschland, Ernährung, Europa, Fisch, Für einen guten Zweck, Gift, Kauftipps, Klein anfangen!, Naturschutz ohne Chance?, Nordrhein-Westfalen, Pech gehabt!, Sonst geht`s noch?, Verbraucher, menschlich
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Inzwischen gehört es ja zum guten Ton, sich Produkte mit Biosiegel zu kaufen. Doch immer wieder wird man als Verbraucher in die Irre geführt, sodass es auch es hier leider wichtig ist, auf das Siegel zu achten und es kritisch zu hinterfragen. In irgendeiner TV-Sendung, die ich neulich sah, wies man darauf hin, dass es sich bei 5 % der eingekauften Produkte bereits um Bio-Produkte handelte. Obwohl es sich hier eigentlich nur um eine relativ kleine Zahl handelt, steht sie doch für eine stetig anwachsende Nachfrage, die schon in der Gegenwart nicht mehr mit einheimischen Produkten aus dem Öko-Anbau bedient werden kann. Die Folge: Es werden stattdessen viele ausländische Produkte eingeführt, um wirtschaftlich effizient auf den Bio-Boom reagieren zu können. Wenn das stimmt, sollte man als Endverbraucher nicht allzu gutgläubig einkaufen. Es macht also Sinn, Produkte zu kaufen, die nicht aufwändig transportiert werden müssen, Produkte, die der Saison entsprechen. Muss man denn im Februar schon frische Erdbeeren verzehren? Umweltschutz hat also immer auch ein bisschen mit Verzicht zu tun, der allerdings nicht wirklich weh tut.
Wenn man weiß, dass es in Europa gewisse Mindestnormen auch in der Öko-Landwirtschaft und -Tierhaltung gibt, so muss man leider davon ausgehen, dass viele Import-Waren mit einem EU-gültigen Bio-Siegel kaum mit deutschen Bio-Produkten zu vergleichen sind. Es ist also nicht immer gleich viel “Bio” drin, wo “Bio” darauf steht.
Wer also hierzulande auf Nummer sicher gehen will, kauft deutsche Bio-Produkte der folgenden Marken:
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Bioland,
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Biopark,
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Demeter,
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Ecovin,
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Gaea und
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Naturland.
Diese Siegel stehen für strengste Bio-Qualität, an die Produkte der Discounter und anderer Einrichtungen kaum heranreichen können.
Einen guten Bio-Siegel-Überblick gibt es in Form einer herunterladbaren Pdf-Datei von Greenpeace: http://de.einkaufsnetz.org/download/22985.pdf
Des Weiteren informiert auch der Bund über die wichtigsten Bio-Labels:
http://www.bund.net/bundnet/themen_und_projekte/landwirtschaft/service/biosiegel
Wichtig ist der Umstand, dass echte Öko-Betriebe neben dem eigenen Bio-Label bzw. dem staatlichen Biosiegel eine Nummer der Ökokontrollstelle (zum Beispiel DE-099-Öko-Kontrollstelle) angeben müssen (vgl. http://www3.ndr.de/ndrtv_pages_std/0,3147,OID4412710,00.html). Befindet sich kein solcher Zahlencode auf der Verpackung, handelt es sich hierbei um keinen Bio-Betrieb, der in der Lage wäre, wenigstens die Mindestnorm zu erfüllen.
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Darüberhinaus sollte der kritische Endverbraucher auch nicht vergessen, soziale Projekte mit seinem Geldbeutel zu unterstützen. Wer beispielsweise Chiquita-Bananen kauft, sollte wissen, dass dieses Unternehmen sich offenbar dazu bekannt hat, Terroristen zu unterstützen. Dies berichtet jedenfalls Welt.de: http://www.welt.de/wirtschaft/article1197538/
Chiquita_gibt_Zahlungen_an_Terroristen__zu.html.
Zudem sollen Chiquita-Bananen viele Pestizide enthalten, so jedenfalls Epochtimes Deutschland auf ihrer Webseite http://www.epochtimes.de/articles/2005/11/04/6178.html.
Der Bund hat noch eine interessante Pdf-Datei zum kostenlosen Download für Sie bereitgestellt. Der Titel klingt recht provozierend: “Besser leben. Zu Bio wechseln.” http://www.bund.net/fileadmin/bundnet/pdfs/
aktiv_werden/besser_leben_zu_bio_wechseln.pdf
Wer wie ich gerne Fisch isst, darf natürlich nicht das MCS-Siegel (Marine Stewardship Council) ignorieren. Dieses - freilich nicht ganz unumstrittene - Fischsiegel ziert nicht nur Iglos beliebte Fischstäbchen, sondern auch viele andere Verpackungen, die geschützten Fisch beinhalten.
Passend dazu gibt es den WWF-Fischführer zum Download in Form einer Pdf-Datei:
http://www.wwf.de/themen/meere-kuesten/
fischerei/wwf-fischfuehrer
Also, Augen Auf beim Einkauf und dabei Vorbild für junge Konsumenten sein!
Es ist für die nachfolgende Generation oft schwierig, elterliche, traditionelle Kaufgewohnheiten zu durchbrechen.
Und als kritischer Blogger werde ich versuchen, selbst die empfohlenen Biosiegel stetig zu hinterfragen.
Gruß
Silvio Ströver, Dipl.Pädagoge
Posted by s.stroever on 04 Apr 2008 | Tagged as: 2008, Berichte & Meldungen, Deutschland, Europa, Für einen guten Zweck, Klein anfangen!, Land in Sicht!, Links, Tierschutz, Umweltschutz, Verbraucher, Vorbild, Was sagt die Wissenschaft?, Wissenstipps, menschlich
Offenbar soll Deutschland das Land sein, welches das höchste Ansehen in der Welt genießt. So wird es jedenfalls auf folgenden Webseiten berichtet:
Abendblatt:
http://www.abendblatt.de/daten/2008/04/03/864852.html
Hannoversche Allgemeine:
http://www.haz.de/newsroom/wissen/zentral/wissen/art680,561318
Migrationsrecht.net:
http://www.migrationsrecht.net/nachrichten-wirtschaft-arbeit-und-soziales/
275-bamf-auslaender-statistik-korrektur/studie-deutschland-ansehen.html
n-tv:
http://www.n-tv.de/942853.html?020420081202
Spiegel Online:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,544877,00.html
Süddeutsche:
http://www.sueddeutsche.de/ausland/artikel/152/166673
Tagesschau:
http://www.tagesschau.de/ausland/bbcstudie4.html
Das klingt ja schön und gut. Aber was machen wir damit? Je angesehener man ist, desto wichtiger scheint mir, die Vorbildfunktion auch in Sachen Umweltschutz, Umweltpolitik und Umweltpädagogik im Auge zu behalten: Es ist z. B. gut, international zu zeigen, dass Atomkraft gefährlich und überholt ist und stattdessen erneuerbare Energie gefördert werden muss. Aber auch im Kleinen kann der Bürger z. B. bei der Mülltrennung oder beim Einkauf beweisen, wie wichtig ihm der Tierschutz und die Natur ist.
Silvio Ströver
Posted by s.stroever on 30 Jul 2007 | Tagged as: Dortmund, Müll, Naturschutz ohne Chance?, Sonst geht`s noch?, Verbraucher, Wir lernen es nie..., menschlich
Posted by s.stroever on 12 Jul 2007 | Tagged as: Atmosfair, Atmosphäre, Benutzte Literatur, CO2, Erderwärmung, Flugverkehr, Foto, GermanWatch, Günter D. Roth, Klimawandel, Links, Naturschutz ohne Chance?, Sonst geht`s noch?, Strövers Skizzen, Umweltschutz, Verbraucher, Wir lernen es nie..., Wolken, menschlich
“Über den Wolken muss die Freiheit unendlich sein…”
Aber die Freiheit, über die Reinhard Mey einst sang, hört über den Wolken leider beim Umweltschutz empfindlich schnell auf. Fliegen zerstört unser Klima mehr, als uns allen Recht sein kann. Bloß, wieso eigentlich? Antropogene Einflüsse wie das Fliegen lassen den natürlichen Treibhauseffekt zum gefährlichen Treibhauseffekt mutieren, sodass sich die Welt ganz allmählich aufheizt.
Obwohl es schwierig ist, sichere und eindeutige Mittelwerte für die Klimadaten dieser Welt zu gewinnen, ist ein globaler Anstieg der Temperatur festzustellen, so Günter D. Roth in seinem Werk “Wetterkunde für alle” (vgl. ROTH: 2004, S. 222).
Es wird inzwischen ein erheblicher Temperaturanstieg um mehrere Grad bis zum Ende unseres Jahrhunderts vorausgesagt, was hauptsächlich durch sogenannte “strahlungsaktive Gase” (ROTH: 2004, S. 222) verursacht wird, wobei Staubpartikel und die Eigenschaft der Weltmeere, nur langsam auf Temperaturunterschiede zu reagieren, mit dazu beitragen, dass dieser Prozess der Erderwärmung etwas verlangsamt wird.
Somit dürfte die durch den natürlichen Treibhauseffekt zustandekommende Welt-Durschnittstemperatur, die derzeit 15 Grad Celsius beträgt, derart steigen, dass das (Über-) Leben vieler Lebewesen bedroht oder gar unmöglich sein wird.
Gefährlicherweise bewirkt das Verbrennen von Kohle, Erdgas und Öl eine Intensivierung der Wasserverdunstung, die wiederum verantwortlich für die steigende Temperatur ist. In der Stratosphäre (siehe Skizze oben), also in einer Höhe von ca. 50 km, stieg der Wasserdampf-Anteil in den letzten 50 Jahren durch menschliche Einflüsse stark an. Als Beispiel führt der Autor den starkgewordenen Flugverkehr an, der sich allein in Deutschland von 1980 bis 1993 verdreifacht haben soll (vgl. ROTH: 2004, S. 222).
Germanwatch schreibt auf der folgenden Webseite http://www.germanwatch.org/rio/bpfl03-2.htm:
“Zusammenfassend kann man also sagen, dass, sofern keine langanhaltenden internationalen Konflikte eintreten, ein Wachstum des Luftverkehrs und damit auch ein Anwachsen des Ausstoßes an Treibhausgasen bevorsteht.
Zu berücksichtigen ist, dass technische Verbesserungen bzgl. einer Reduzierung des Energieverbrauchs oder durch die Umstellung auf andere Treibstoffe wie Wasserstoff den Anstieg der Treibhausgasemissionen des Flugverkehrs nicht werden aufhalten können. Dies hängt einerseits mit dem starken Wachstum dieser Branche zusammen und andererseits damit, dass ein Großteil der Emissionen in großer Höhe stattfinden (d.h. in der oberen Troposphäre und der unteren Stratosphäre). Das Verbrennen des Flugtreibstoffs führt wie erwähnt nicht nur zu CO2-Emissionen, sondern dabei entstehen außerdem Wasserdampf (der häufig in Kondensstreifen kondensiert und auch zur Bildung von Cirruswolken beiträgt), Stickoxide und Aerosole. Diese wirken sich in dieser Höhe zudem anders aus als direkt über der Erdoberfläche, indem sie das regionale Klima beeinflussen, und können dort folglich kaum durch Emissionsminderungen bei global wirkenden Treibhausgasen ausgeglichen werden. “
Was heißt das für den Umweltschutz?
Wir als Verbraucher können natürlich unseren ganz persönlichen Beitrag dazu leisten, indem wir so wenig wie möglich mit dem Flugzeug unterwegs sind. Gleichzeitig müsste natürlich noch viel mehr geschehen, indem man den Luftverkehr stark reduziert, wie auch immer.
Um mal ein Gefühl dafür zu bekommen, wieviel CO2 ein Flugreisender produziert, kann man sich auf der Webseite von Atmosfair den Betrag ausrechnen lassen, indem man einfach den Start- und den Zielflughafen eingibt. Eine Flugreise nach z. B. Istanbul - vom Düsseldorfer Flughafen aus - würde bei Hin- und Rückflug 1060 kg CO2 ergeben. Und wenn man das mit anderen Emissionen vergleicht, ist das schon sehr viel:
Emissionen pro Passagier auf einem Hin- und Rückflug* - 1060 kg CO2
Betrieb eines Kühlschranks für ein Jahr, durchschnittlicher Strommix - 100 kg CO2
Jahresemissionen eines indischen Menschen - 900 kg CO2
Ein Jahr Autofahren (Mittelklassewagen, 12.000 km) - 2.000 kg CO2
Klimaverträgliches Jahresbudget eines Menschen - 3.000 kg CO2
*Emissionen des ganzen Flugzeugs geteilt durch die Anzahl der Passagiere an Bord. Flugzeugabgase bestehen nicht nur aus CO2. Die verschiedenen Emissionen sind hier umgerechnet auf die derzeitige Erwärmungswirkung der entsprechenden Menge an CO2-Emissionen.
Zumindest bietet Transfair an, die vom Flugwilligen an sie bezahlte freiwillige Gebühr so einzusetzen, dass Klimaschutzprojekte unterstützt werden. Schalten Sie dazu heute Abend Nano ein (18:30 Uhr in 3SAT*), um sich tiefergehend zu informieren und besuchen Sie die Webseite von Transfair!
Für meinen Teil habe ich mir überlegt, zukünftig billige Flugreisen möglichst zu meiden und eher nach alternativen Reiserouten Ausschau zu halten.
Vielleicht ist Ihnen das Klima auch etwas mehr wert, als eine billige Flugreise?
Es wäre schön, den nachfolgenden Generationen auch eine lebenswerte Welt zu hinterlassen,
Gruß,
Silvio Ströver
Benutzte Literatur:
German Watch: 2 Entwicklung der Luftfahrt und Konsequenzen für das Klima, http://www.germanwatch.org/rio/bpfl03-2.htm, gelesen 2007.
Günter D. Roth: Wetterkunde für alle. Wolkenbilder und andere Wetterphänomene, Wettervorhersage, Großwetterlagen. (Der Wetter-Klassiker) München, Wien, Zürich: BLV Verlagsgesellschaft mbH, 11. durchgesehene Auflage, 2004.
Fernseh-Tipp:
Heute Abend um 18:30 auf 3SAT
nano
Die Welt von morgen
Moderation: Stefan Schulze-Hausmann
- Reiselust statt Klimafrust
Beim Urlaub machen spielt Umweltschutz meist keine Rolle
- Sonnenschutz beim Erbgut
Wie sich das Leben gegen die Sonne behauptet
Posted by s.stroever on 07 Jul 2007 | Tagged as: CO²-Ausstoß, Erderwärmung, Erschreckendes, Für einen guten Zweck, Klimawandel, Naturschutz ohne Chance?, Sonst geht`s noch?, Tierschutz ohne Chance?, Verbraucher, Vorurteil, Wir lernen es nie..., Wissen, menschlich
Wer die Nachrichten verfolgt hat, ist bestimmt darüber informiert, dass am heutigen Samstag ein grandioses Konzert stattfinden soll. Viele Künstler wollen in verschiedenen Erdteilen davon singen, dass es höchste Zeit wird, endlich etwas gegen den Klimawandel zu unternehmen.
Es ist schon erschreckend, dass solche Aktionen überhaupt notwendig sind. Doch, dass es Menschen gibt, die es noch nicht begriffen haben, scheint mir eigentlich sehr unwahrscheinlich. Vermutlich täusche ich mich in der Hinsicht und muss mir immer wieder vor Augen halten, wie stark die Lobby des Vertuschens ist und wie groß die menschliche Dummheit sein kann, die großzügig über wegschmelzende Eisgletscher und die erhöhte Anzahl an Wetterextremen hinwegzusehen scheint. Daher begrüße ich die spektakuläre Aktion um so mehr, auch, wenn die Süddeutsche von einem geringen Interesse an dieser Sache zu berichten weiß - oder zumindest meint, es zu wissen.
Warum eigentlich der Klimawandel so gefährlich ist, das können Sie beispielsweise herausfinden, wenn Sie sich durch die 15 kleinen Seiten hindurchklicken, die Rainer Kurlemann (RP Online) für Sie erstellt hat: “Sieben Fragen an die Forschung”
Gruß,
Silvio Ströver
Posted by s.stroever on 01 Apr 2007 | Tagged as: Arbeitsstelle, Dortmund, EDG, Gift, Job, Klein anfangen!, Konsum, Kostenlose Ausleihe, Links, Multimedia, Müll, Tipp, Verbraucher
Die “Entsorgung Dortmund GmbH“, kurz EDG genannt, kümmert sich in Dortmund darum, dass Müll keine Chance hat. Doch daneben bietet die EDG allen pädagogischen Einrichtungen kostenlose Besichtigungen und Material (zur Ausleihe) an, das z. B. im Unterricht eingesetzt werden kann, um konkrete Umweltpädagogik zu vermitteln. Der folgende Link lädt Kinder ein, Ausdrucke zu bemalen: http://www.edg-dortmund.de/DWD/_111327/upload/media_3698.pdf
Daneben verweist die EDG auf die werbewirksame Aktion “Sauberes Dortmund”.
Wer übrigens Interesse hat, im Team der organisierten Sauberkeit mitzuwirken, kann sich gleich hier bewerben.
Umweltschutz hat oft mit der fachgerechten Entsorgung zu tun, viel besser als jede Entsorgung ist jedoch die Müllvermeidung.
Pädagogisch relevant ist also hier die Botschaft, dass Müllvermeidung erste Priorität hat. Falls Abfall jedoch entsteht, muss die professionelle Entsorgung Schlimmeres vermeiden. Es ist zwar fraglich, ob, global gesehen, der Müll in den Griff zu bekommen ist, jedoch kann man lokal (fast) alles tun, um wenigstens einen kleinen Schritt in die richtige Richtung zu gehen.
Wenn Kinder also von Erwachsenen vorgelebt bekommen, “müll-arm” zu leben und “müll-klug” umzugehen, sind gute Chancen da, dass aus kleinen Konsumenten große “Müll-Männer” und “-Frauen” werden.
Gruß,
Silvio Ströver
Posted by s.stroever on 10 Mär 2007 | Tagged as: Foto, Gift, Klein anfangen!, Konsum, Müll, Naturschutz ohne Chance?, Umweltschutz, Verbraucher, Wir lernen es nie..., menschlich
Kippen wir die Kippen in die Natur, so werden weiterhin Restgifte freigesetzt.
Es ist einfach nur nervig, dass es nicht eingesehen wird.
Hier hat sich jemand die Mühe gemacht, einmal herauszufinden, was Zigaretten-Reste in der Natur noch anrichten können:
http://www.gho-berlin.cidsnet.de/jufrscht/jufrscht.htm
Im Kleinen fängt Naturschutz an, auch, wenn es nicht so dramatisch erscheint.
Und schön sieht so etwas doch auch nicht aus, oder?
Ich wünsche ein Kippenfreies Wochenende,
Gruß,
Silvio Ströver
Posted by s.stroever on 03 Mär 2007 | Tagged as: Foto, Frühling, Herbst, Jahreszeiten, Kinderbuch, Klimawandel, Regenbogen, Schnee, Tipp, Verbraucher, Wetter
Empfehlenswert ist “Das Buch (ab zehn J.) der vier Jahreszeiten” von Sally Tagholm, welches in erster Auflage 2003 im Tessloff Verlag erschienen ist.
Das Buch vermittelt auf schöne Weise, dass die vier Jahreszeiten mehr als eine reine Abfolge von Frühling, Sommer, Herbst und Winter sind.
Zur Gestaltung lässt sich sagen, dass die Bilder sehr detailiert und realistisch wie möglich gezeichnet bzw. gemalt worden sind. Daneben gibt es eine kleine Anzahl von Fotos. Starke Linienführungen zeichnen ein klares Bild. Kräftige Farben wurden gewählt, die dem Buch viel Ausdruck verleihen.
Die Stärke des Kinderbuches liegen darin, zu vermitteln, dass es nicht bloß den heimischen Wechsel der vier Jahreszeiten gibt, sondern darüberhinaus dem Kind aufzeigt, was zur selben Zeit auf einem anderen Flecken der Erde geschieht. Dabei geht es nicht bloß darum, die wichtigsten, natürlichen Ereignisse zu schildern, die man betonen könnte, um die Jahreszeiten zu beschreiben, sondern gleichzeitig darum, dass jede Jahreszeit ihre ganz eigenen Rituale, Feste und Bräuche hat. Ergänzt werden solche Schilderungen durch informative Fakten aus dem Zeitgeschehen, wie z. B. der Hinweis, dass die inzwischen vielerorts durchgeführten Schneeskulpturen-Wettbewerbe auf Berichterstattungen aus dem Jahre 1972 zurückzuführen sind, die die elften Olympischen Winterspiele in Sapporo thematisierten und (nebenbei) auch über das dortige Schneefest berichteten. Aufgrunddessen wird seit 1974 ein internationaler Schneeskulpturenwettbewerb veranstaltet.
Im Prinzip gibt es vier jahreszeiten-bedingte Abschnitte (Kapitel), die jeweils mit einem einleitenden Teil beginnen. Anhand eines dreispaltigen “Fensters” wird neugierig auf das bevorstehende “Kapitel” gemacht und der Jahreszeiten-Wechsel anschaulich dargestellt. Neben den rein sachlich aufgebauten Bildern kann das Kind einladende Hintergrundbilder und Figuren entdecken. Dadurch erhält der kindliche Leser die Möglichkeit, sich durch weitere Fakten ein umfassenderes Weltbild aufzubauen. Beispielsweise erfährt der junge Leser auf den Winter-Seiten, dass es nicht überall Winter werden kann, so wie hierzulande. Hawai und Malaysia bauen derzeit fast ganzjährig süße Früchte (Ananas) an. Während in Deutschland Winter herrscht, werden drüben also Ananas-Früchte geerntet. Interessant übrigens, zu erfahren, dass die Ananas zu den nicht-nachreifenden Früchten gehört.
Dann folgen jeweils ein- bis zweisseitige Erzählungen, die auf den Folgeseiten fortgesetzt werden. Schlagworte wie “Winterkälte”,”Winterschlaf” und “Tierwanderungen” bilden die einzelnen Subthemen. Zusätzliche Informationen werden in kleinen Bildchen (z. B. Fotos) und Erklärungen ergänzend hinzugefügt. So wird die Drehung der Erde um ihre eigene Achse viel verständlicher, weil eine Graphik die Rotation veranschaulicht. Auf der Seite “Frühlingsnächte” findet man u. a. ein Foto des “Roten Planeten” (Mars) vor, während ein großes Bild eindrucksvolle Meteorströme abbildet. Tiere, Sportaktivitäten und weitere, jahreszeitbedingte Aktivitäten, Rituale, Ereignisse und sonstige Phänomene werden beschrieben.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass dieses Buch zweierlei bewirken will:
a) Der Aufbau von Faktenwissen soll mitgefördert werden.
b) Durch den Blick über den “Tellerrand” wird ein erweitertes Bewusstsein über globale Zusammenhänge ermöglicht.
(Inzwischen gibt es dieses Buch für 3,99 € z. B. bei Real.)
Viel Spaß beim Vorlesen
Silvio Ströver
Posted by s.stroever on 22 Feb 2007 | Tagged as: CO²-Ausstoß, Energie, Konsum, Licht, Naturschutz ohne Chance?, Sonst geht`s noch?, Tipp, Umweltschutz, Verbraucher, energiesparend, menschlich
Ich kenne das selbst: Liebend gern greift man automatisch nach den scheinbar billigsten Glühbirnen, doch eigentlich scheinen sich diese Billigbirnen doch nicht zu rechnen. Wer die teuren Energiesparlampen kauft, die hierzulande - wie in Australien beispielsweise - vielleicht und hoffentlich Pflicht werden, hat nach einem Jahr, so die Nachrichtenmeldungen auf einem TV-Sender, das Geld wieder “drin”. Doch viel entscheidender ist die Tatsache, dass solche Lampen weniger Hitze erzeugen und damit weniger Energie verschwenden, denn wer Licht haben will, möchte eigentlich keine 140 Grad heißen Lampen. Dreimal weniger Wärme produziert die Energie-Leuchte und damit bedeutend weniger CO². Die Industrie kann offenbar damit leben, doch möchte sie eine zehnjährige Auslauf-Phase in Anspruch nehmen. Doch das ist vermutlich ein viel zu langer Zeitraum, mit Sicherheit wird die Energiespar-Pflicht schneller kommen.
Interessant ist der Umstand, dass - wenn ich es richtig behalten habe - Japan Standards besitzt, die sich dahingehend auswirken, dass die besten Geräte, was auch den niedrigen Energiehaushalt anbetrifft, den Standard für alle anderen Geräte bestimmen, sodass sich die umweltfreundlichsten Geräte nur durchsetzen können. Zumindest scheint dies ein netter Nebeneffekt zu sein. Übertragen auf Deutschland hieße das, dass neben den energiearmen Kühlschränken und Herden sämtliche technischen Geräte vom Computer, Fernseher bis zum Brenner zukünftig um den sparsamsten Energieverbrauch kämpfen müssten. Allein der Wechsel auf die sparsamen Glühbirnen soll es ermöglichen, dass zwei Kernkraftwerke in Deutschland abgeschaltet werden könnten! Ich bin der Meinung, dass das Einschrauben neuer Lampen eine ziemlich simple Angelegenheit wäre. Damit kann ich nur hoffen, dass wir das auch notfalls im nationalen Alleingang schaffen werden. Doch die EU scheint etwas dagegen zu haben…
Scheinbar haben es die Menschen noch immer nicht begriffen, wie wichtig neue politische Entscheidungen zugunsten der Umwelt und unser Überleben sind.
Anders kann ich die Bedenken nicht einordnen und hoffe, dass diese lächerliche Debatte schnell zugunsten unser aller Wohl beendet und das Vernünftige schnell getan wird!
Es liegt aber auf jeden Fall auch in der Verbraucher-Hand, Dinge selbst zu verändern,
indem man das Kaufverhalten modifiziert. Zugegeben, ist das nicht ganz so einfach.
Selbstkritischer Gruß,
Silvio Ströver
Posted by s.stroever on 13 Jan 2007 | Tagged as: Ernährung, Gift, Greenpeace, Verbraucher
Greenpeace hat mal wieder aufgedeckt:
Finger weg von Trauben & Kopfsalat!
Gift hin oder her, man tut sicher gut, die Produkte zu genießen, die saisonbedingt angesagt sind. Vor einigen Tagen staunte ich auch nicht schlecht: Kirschen, das Kilo sage und schreibe 11 Euro, zu sehen. Ehrlich gesagt, kann ich das noch immer nicht glauben, aber Giftspritzen und künstliches Aufpumpen von Pflanzen in Zeiten, die normalerweise keine Kirschen hervorbringen, kosten eben. Und wenn es auch die Gesundheit der Verbraucher kosten sollte, was soll`s….
Wem es schmeckt, bitteschön!
Gruß,